Amberger Ultralauf beendet die Wettkampfsaison in lockerer Atmosphäre
Der Absacker

Bild: Steinbacher
Amberg. Der Lauftreff St. Michael ist in mancherlei Hinsicht nicht alltäglich. Welche Pfarrei kann schon auf so viele Laufbegeisterte setzen und dann noch zum 11. Mal den Amberger Ultralauf (AULA) auf die Beine stellen. Was so martialisch klingt, ist es gar nicht. Denn die Ultralauf-Distanz, die mit 63 Kilometern insgesamt angegeben ist, kann auch häppchenweise absolviert werden. So ist für jeden etwas dabei, und fast schien es, dass auch jeder dabei war, der die Hobby- oder Wettkampfsaison für sich heuer ausklingen lassen wollte.

Freiwillige Startspende

In lockerer Atmosphäre - egal ob Einsteiger oder Profi - mit Freunden laufen, die Oberpfälzer Landschaft genießen und so ganz nebenbei nicht nur etwas für die eigene Gesundheit und Fitness tun, sondern auch noch mit der freiwilligen Spende anstelle eines Startgeldes das Hilfsprojekt Hayag unterstützen. Das wünschten sich die Organisatoren dieses Laufs für ihre Starter und so gehen sie davon aus, dass auch der 11. AULA wieder knapp 4000 Euro einbringen wird.

Startsegen statt -schuss

Punkt 9 Uhr schickte am Samstagmorgen Pfarrer Alois Berzl von St. Michael an der Grundschule in Ursensollen die Läuferschar in Anwesenheit des dortigen Bürgermeisters Franz Mädler mit einem Startsegen statt -schuss auf den 63 Kilometer langen Kurs rund um und durch Amberg. Wie immer perfekt abgesichert durch Kräfte der Amberger Feuerwehr ging es über Oberhof und Atzlricht nach Ammerthal zur ersten Station, wo neben einigen Getränken und Snacks auch ein paar weitere Läufer bereitstanden. Über Fichtenhof, Karmensölden, Poppenricht - hier schlossen sich sogar kurzzeitig einige Rehe an - und Traßlberg erreichte das Feld das nächste Etappenziel. In Neubernricht gingen die Gedanken schon in Richtung Bergwertung über den Aschacher Kirchberg nach Krumbach.

Der Einkehrschwung

Über Moos, Penkhof und Haselmühl zum Amberger Dultplatz hatten manche AULA-Starter schon einen Marathon in den Beinen und konnten sich - frisch gestärkt - auf Sightseeing durch die Stadt begeben: Stadtgraben, Altstadt, Gartenschaugelände, Köfering. Dort eröffnete sich die letzte Etappe über Inselsberg und Hohenkemnath zurück nach Ursensollen, wo gegen 15.30 Uhr die ersten Läufer und Walker wohlbehalten ankamen. Frisch geduscht, ließen viele bei Kaffee und Kuchen dann die Saison endgültig ausklingen.

Für den Veranstalter war der 11. AULA der schönste und deshalb soll es im nächsten Jahr natürlich die Nummer 12 dieses Benefiz-Laufes geben. Ungewöhnlich viele Kinder und Jugendliche hauptsächlich aus den Reihen der Skivereinigung Amberg (SVA) seien auf einzelnen Etappen unterwegs gewesen, lautet ein Resümee, das auch den bisher jüngsten Teilnehmer einschließt: den siebenjährigen Louis van Brakel.
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