Angemerkt Georgien hauen wir weg

Noch nie war es so einfach, das Ticket für eine Fußball-EM zu lösen: Die ersten Zwei jeder Gruppe qualifizieren sich diesmal automatisch, der Gruppendritte erhält eine weitere Chance über die Playoffs. Hört sich leicht an, sollte locker machbar sein für jede große Fußball-Nation. Im Umkehrschluss heißt dies aber auch: Im Falle eines vorzeitigen Scheiterns wäre die Blamage riesengroß. Insbesondere für einen Weltmeister.

Zugegeben: Die Wahrscheinlichkeit, dass Neuer und Co. die kontinentalen Titelkämpfe in Frankreich verpassen, ist niedrig anzusetzen. Vor allem, wenn man die Weltranglistenpositionen in Betracht zieht: Während das DFB-Team unangefochten das weltweite Ranking anführt, ordnet sich die Konkurrenz weit dahinter ein: Polen, immerhin Erster in der "deutschen" Gruppe, liegt nur auf Rang 34, Schottland ist gerade einmal 39. und Irland rangiert, zwei Positionen hinter einem Nobody wie Ruanda, lediglich auf Platz 66. Was soll da schon passieren? Zumal Joachim Löw höchste Konzentration für die Rest-Qualifikation versprochen hat.

Doch halt: Nach den durchwachsenen Leistungen seit dem WM-Triumph nagt beim treuen Deutschland-Fan ein Restzweifel. Fast unwillkürlich taucht die Frage auf: Wo reiht die Fifa eigentlich Australien ein? Jener Gegner, welcher der deutschen Abwehr am Mittwoch Angst und Schrecken eingejagt hat. Und die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich: Position 65, noch hinter Ruanda, aber unmittelbar vor den Iren. So leicht wird's dann vielleicht doch nicht mit der "Quali". Nur gut, dass wenigstens Georgien keine Probleme bereiten wird. Fifa-Nummer 126. Die hauen wir weg.

alfred.schwarzmeier@derneuetag.de

Fußball Brasilien siegt 3:1 in Frankreich

Paris.(dpa) Fußball-Rekordweltmeister Brasilien hat einen Prestigesieg gegen Ex-Weltmeister Frankreich gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Carlos Dunga setzte sich am Donnerstag in einem Testspiel im Stade de France von Paris gegen den EM-Gastgeber des kommenden Jahres mit 3:1 (1:1) durch. Raphaël Varane brachte die Gastgeber in der 21. Minute in Führung. Zunächst gelang Oscar noch vor der Pause der Ausgleich (40.). Anschließend sorgte Kapitän Neymar für das 2:1 der Gäste. Den Schusspunkt setzte Wolfsburgs Profi Luiz Gustavo mit einem Kopfball.
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