Angemerkt Nürnberg im Niemandsland

Kaum Pfiffe. Ein bisschen "Bader-raus" von den Rängen. Und Abmarsch. Wieder verloren. Dieses Mal gegen Bochum. Niederlagen - Alltag zuletzt in Nürnberg. Warum groß aufregen? Der Club emotionalisiert anscheinend nicht mehr. Immer mehr Fans scheint der FCN egal zu sein. Anhänger der Münchner "Löwen" kennen das. Da regt sich schon lange keiner mehr auf, wenn sie ihren Stiefel runterspielen. Wenn die derzeitige Lage beim Club etwas Gutes hat, dann dies, dass die Ultras nicht auf die Idee kommen, Krawall zu machen.

Nürnberg liegt auf der deutschen Fußball-Landkarte mittlerweile im Niemandsland. Ein bisschen oberhalb von Aalen, ein bisschen unterhalb von Sandhausen und Heidenheim, gegen dessen FC es vor kurzem auch nicht gereicht hat. Es ist erst genau ein Jahr her, da gab es in der Bundesliga - der ersten - die Partie des Clubs gegen Stuttgart. Abstiegskampf, rassig, mitreißend, 2:0. Das letzte große Fest. Danach setzte sich der Abwärtstrend rasant fort.

Am Montag gegen Bochum kickte eine Truppe, die wirklich engagiert war und auch etliche Chancen hatte. Ein Konzept oder eine Spielidee, da sollten sie in Nürnberg keine Augenwischerei betreiben, war nicht zu erkennen.

In Nürnberg intonieren sie vor jedem Spiel immer noch die Vereinshymne "Die Legende lebt". Aber mal ehrlich, das ist doch kein Leben für so einen Traditionsclub ...

josef.maier@derneuetag.de

Fußball

Ein Urteil mit Bosman-Folgen?

Mainz.(dpa) Das Arbeitsgericht Mainz hat im Fall des früheren Bundesliga-Torwarts Heinz Müller ein Urteil gefällt, das die gängige Praxis befristeter Verträge im Profifußball ins Wanken bringen könnte. "Das ist ein Thema, das eine weitreichende Bedeutung wie das Bosman-Urteil haben könnte - wenn es von den nächsthöheren Instanzen bestätigt wird. Und es wird definitiv in ein Berufungsverfahren gehen", sagte Harald Strutz, Rechtsanwalt und Präsident des FSV Mainz 05, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Müller hatte seinen Vertrag mit dem Fußball-Bundesligisten im Sommer 2012 um zwei Jahre verlängert. Nach seiner Degradierung in Mainz und dem Ablauf des Kontrakts klagte er auf "Feststellung des Fortbestandes als unbefristetes Arbeitsverhältnis" und bekam Recht.
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