Arena bekommt wieder den Namen Volksparkstadion
HSV: Kühne steigt als Großinvestor ein

Klaus-Michael Kühne steigt als Investor in die Fußball-AG des Hamburger SV ein. Bild: dpa
Nach langem Hin und Her steigt Klaus-Michael Kühne nun doch beim finanziell klammen Hamburger SV als Großinvestor ein. Mit einer Millionenspritze des kritischen Geldgebers kann das Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga zudem seine Arena wieder in den traditionsreichen Namen Volksparkstadion umbenennen. Das Volumen für den gesamten Deal beträgt fast 35 Millionen Euro. Drei Tage vor der Mitgliederversammlung setzte der HSV damit ein starkes Zeichen.

Der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer bewegte den 77-jährigen Milliardär, der zum Jahresende seine Option auf einen Einstieg in die Fußball-AG verstreichen ließ, in tagelangen Gesprächen zum Umdenken. Nun wird ein Darlehen von 18,75 Millionen Euro in Anteile umgewandelt, Kühne dafür mit 7,5 Prozent an der Gesellschaft beteiligt.

Vom 1. Juli an wird aus der Imtech Arena wieder das alte Volksparkstadion. Für den Erwerb des Namensrechts - zunächst für vier Jahre - zahlt Kühne jährlich vier Millionen Euro. Für viele HSV-Fans und auch für ihn selbst sei der Name des Stadions "eine emotionale Angelegenheit", sagte Beiersdorfer. "Es ist eine ganz außerordentliche Tat von Herrn Kühne, da muss man dankbar sein. Es ist ein großer Tag für den HSV", erklärte Beiersdorfer, der daran erinnerte, dass er selbst als Verteidiger im Volksparkstadion gespielt hat. Gerade in dieser schnelllebigen, kommerziellen Zeit sei Tradition wichtig. Nach den Namensgebern AOL, HSH Nordbank und zuletzt Imtech kehrt der Club zu seinen Wurzeln zurück.

Von den ursprünglich 25 Millionen Euro Darlehen muss der hoch verschuldete Bundesligist nun nur noch 6,25 Millionen bis 2019 an Kühne zurückzahlen. Damit hat der HSV zwar kein frisches Geld für neue Spieler, steht aber nicht mehr so unter Druck bei der Lizenzierung und muss weit weniger Zinsen für Kredite zahlen.
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