Armin Veh in Frankfurt und André Breitenreiter bei Schalke vorgestellt
Trainergilde komplett

Armin Veh kehrt bestens gelaunt zu Eintracht Frankfurt zurück. Bild: dpa
André Breitenreiter gab sich bei seiner Ankunft im Revier cool und selbstbewusst, Armin Veh bei seiner Rückkehr an den Main entspannt und zuversichtlich. Mit Schalke 04 und Eintracht Frankfurt haben die letzten beiden Bundesligavereine am Montag ihre Trainer für die neue Saison vorgestellt - wie immer verbunden mit der Hoffnung, dass es sportlich aufwärtsgeht.

Die Fußball-Lehrer wissen um diese Erwartungen. "Das erste Ziel ist es, dass wir wieder eine Einheit auf und abseits des Platzes werden. Die Spieler sollen sich akzeptieren und respektieren. Wenn wir das schaffen, werden wir auch hervorragenden Fußball spielen", erklärte der vom Absteiger SC Paderborn gekommene Breitenreiter. Veh, der 203 Tage nach seiner freiwilligen Demission beim VfB Stuttgart die Rückkehr ins Bundesliga-Rampenlicht sichtlich genoss, bekannte: "Ich möchte ein bisschen davon träumen können, etwas zu erreichen, was keiner erwartet."

Die Voraussetzungen und Ansprüche sind allerdings höchst unterschiedlich. Breitenreiter soll mit Schalkes Millionen-Truppe verloren gegangenes Terrain in der Bundesliga-Spitzengruppe zurückerobern, auch wenn ihm Manager Horst Heldt zumindest öffentlich keine klare Vorgabe mit auf den Weg gab. "Wir werden für die kommende Saison keinen Tabellenplatz als Ziel ausgeben", sagte Heldt. "Wir wollen Fußball spielen, der die Fans begeistert."

Dabei mithelfen wird Kapitän Benedikt Höwedes, der sich trotz einiger Angebote aus dem Ausland laut Heldt für einen Verbleib entschieden hat. Kein Zurück gibt es dagegen für die kurz vor Ende der abgelaufenen Saison freigestellten Kevin-Prince Boateng und Sidney Sam. "Es bleibt dabei, dass wir mit beiden Spielern nicht mehr zusammenarbeiten möchten", bekräftigte Heldt und kündigte weitere Trennungen an: "Der Kader ist zu groß."

Veh meldete sich ein Jahr nach seinem Abschied aus Frankfurt braun gebrannt und gut erholt an seiner alten Wirkungsstätte zurück. "Mir geht es gut. Ich habe meinen Akku in den sechs Monaten Pause aufgeladen und nicht vor, die Eintracht so schnell wieder zu verlassen", sagte der 54-Jährige. Wie ernst er das meint, dokumentiert die Tatsache, dass er entgegen seiner alten Gepflogenheit auf Wunsch des Vereins einen Zweijahresvertrag unterschrieb. "Ohne Ausstiegsklausel", wie er nachdrücklich betonte.
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