Auch Assistenten des Bundestrainers bleiben bis zur WM in Russland - Manager Bierhoff sogar bis ...
Joachim Löw macht weiter bis 2018

Der Vertrag ist unterzeichnet. Joachim Löw bleibt Bundestrainer bis 2018. Bild: dpa
Für den DFB war dieser Freitag, der 13. ein Glückstag - und auch Joachim Löw strahlte. "So ganz allmählich spüre ich, dass der Job mir Spaß macht", bemerkte der Weltmeister-Coach mit einem breiten Lächeln, nachdem er schon zum fünften Mal sein Arbeitspapier als Bundestrainer neu unterzeichnet hatte.

"Ich freue mich sehr, dass wir den Vertrag bis zur WM 2018 verlängert haben", betonte der WM-Macher von Brasilien. In drei Jahren will er -- dann in Russland - die schwierige Mission Titelverteidigung angehen. "Herz und Hirn haben gleichermaßen Ja gesagt", erklärte ein völlig entspannter Löw.

Schon fast neun Jahre

Seit fast neun Jahren arbeitet der 55-Jährige bereits als Bundestrainer und führte das Vorzeigeteam des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Sommer vergangenen Jahres in Brasilien zum vierten WM-Triumph. "Wir haben lange auf diesen Titel hingearbeitet und in der Nacht von Rio gespürt, wie sich das anfühlt. Wir alle wollten dieses Gefühl noch einmal spüren", sagte Löw zu seiner Motivation, schon jetzt für weitere zwei Jahre zu unterschreiben.

Der alte Kontrakt lief bis zur EM 2016 in Frankreich. "Wir haben hervorragende Voraussetzungen und Gegebenheiten. Wir haben sehr viele junge Spieler, die jetzt eben auch nachkommen. Von daher war es für uns auch ein unheimlicher Reiz und auch eine unheimliche Freude, diese Aufgaben anzugehen, diese Herausforderungen anzunehmen", betonte der Freiburger. Auch das Thema Ausstiegsklauseln für den Fall, dass die Euro total schief läuft, wischten die Protagonisten grinsend vom Tisch: "Da beharren wir auf unserem Recht, dass das im Hause DFB mit Diskretion behandelt wird", sagte Wolfgang Niersbach.

Der DFB-Präsident hatte schon auf dem Rückflug vom letzten Länderspiel im November des Vorjahres gegen Spanien (1:0) aus Vigo und auf der DFB-Weihnachtsfeier an Löw gebaggert: "Wir wäre es denn, wenn wir es jetzt schon festmachen?" Die Einigung sei dann sehr schnell zustande gekommen. "Da brauchte nicht hart verhandelt oder gar gepokert werden. Dafür kennen wir uns auch zu gut", berichtete der DFB-Präsident. "Mit seiner Kompetenz, seiner Zielstrebigkeit und seinem souveränen Auftreten tut Jogi der Nationalmannschaft und dem gesamten DFB unheimlich gut."

Auch Köpke und Schneider

Die gleichzeitige Verlängerung der Verträge mit seinen Assistenztrainern Andreas Köpke und Thomas Schneider sowie Manager Oliver Bierhoff sei eine "wichtige Voraussetzung" für ihn gewesen, bis 2018 zu unterschreiben, sagte Löw. "Die Mannschaft ist vielleicht ein bisschen im Umbruch." Doch gerade die Aufgabe, "ein neues Team zu formen mit einigen neuen Reizen, mit neuen Ideen", sieht der DFB-Chefcoch als besonders reizvolle Aufgabe.

"Bierhoff wird zusätzlich die Projektleitung für den Aufbau der DFB-Akademie übernehmen. In dieser neuen Rolle soll er zunächst bis zum Jahr 2020 tätig sein. Der Verband will auf dem Gelände der bisherigen Rennbahn in Frankfurt ein 89 Millionen Euro teures Leistungszentrum bauen. "Das Herz für dieses Projekt schlägt riesig groß", sagte Bierhoff. Am 21. Juni gibt es allerdings erst einmal einen Bürgerentscheid in Frankfurt, den die Befürworter der Rennbahn erzwungen haben.
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