Auch Schalke scheitert

Schalkes Leroy Sanè (Mitte) wird von den Münchenern Xabi Alonso (links) und Thomas Müller (rechts) gebremst. Die Bayern siegten am Ende sicher mit 3:1. Bild: dpa

Lange Zeit tat sich der FC Bayern schwer, schlug beim 3:1 im Topspiel auf Schalke am Ende aber eiskalt zu. Erneut läuft der Branchenprimus der Liga davon und führt die Tabelle bereits mit acht Punkten Vorsprung an. Selbst Trainer Guardiola wirkte geradezu euphorisch.

Nicht wirklich schön, aber gnadenlos effektiv - mit dem schmucklosen 3:1 (1:1) des FC Bayern im Bundesliga-Topspiel beim FC Schalke konnte selbst ein Fußball-Ästhet wie Pep Guardiola bestens leben. "Es war ein großer Sieg für uns", kommentierte der Coach sichtlich stolz. Die letzten Worte seiner Eloge klangen fast wie eine Liebeserklärung an den Club, der seit Wochen auf seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag wartet: "Diese Intensität, diese Leidenschaft - für mich ist es eine große Ehre, Trainer von Bayern München und diesen Spielern zu sein."

Zum wiederholten Male lieferte seine Mannschaft Argumente für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit über den kommenden Sommer hinaus. Die überschwänglichen Worte von Guardiola dokumentierten, wie wohl er sich derzeit bei den Münchnern fühlt. Selbst wenn seine Profis - wie auf Schalke - zwischenzeitlich ins Wanken geraten und Torhüter Manuel Neuer wie beim zwischenzeitlichen 1:1 durch Max Meyer (17.) ausnahmsweise einmal patzt, verlieren sie nicht den Glauben an die eigene Stärke. "Wenn Dortmund Punkte verliert, muss man zuschlagen", sagte Angreifer Arjen Robben mit Bezug auf die Niederlage des Verfolgers BVB am Tag zuvor in Hamburg.

Dank des ersten Treffers von Javier Martinez (69.) seit Mai 2013 und des Last-Minute-Tors von Thomas Müller (90.+2) führen die Bayern die Tabelle mit nunmehr komfortablen acht Punkten vor der Borussia an. Zudem stellten sie mit 37 Punkten nach 13 Spieltagen einen Bundesliga-Startrekord auf. Dennoch glaubt Robben noch nicht an eine Vorentscheidung im Titelrennen: "Es bleibt ein Kampf bis zum Ende. Denn Dortmund ist eine super Mannschaft."

Wie schon viele andere Bayern-Gegner zuvor, versuchten auch die Schalker ihr Glück mit einer betont defensiven Gangart und gelegentlichen Kontern. "Die Fünfer-Kette scheint gegen uns in Mode zu kommen. Ich weiß nicht, ob das für die Zuschauer so schön ist", befand Torschütze Müller. Schmunzelnd fügte er an: "Die haben versucht, ihren Bus vor dem eigenen 16er zu parken. Aber das Mannschaften so gegen uns spielen, haben wir uns erarbeitet."
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