Augsburg hakt Bilbao ab und steht gegen 96 unter Druck
Statt Glamour wieder harte Arbeit

Stolz und am Ende doch bedient: Augsburgs Trainer Markus Weinzierl. Bild: dpa
Die Müdigkeit war Markus Weinzierl am Morgen nach der verpassten Überraschung in Bilbao anzusehen - für erholsamen Schlaf hat der Trainer des FC Augsburg in diesen Wochen der Ergebniskrise schlichtweg keine Zeit. Das 1:3 beim baskischen Spitzenclub Athletic zum Start in die Europa-League wurde noch in der Nacht vor dem Rückflug am Freitag analysiert und abgehakt, der Fokus ist wieder auf die Fußball-Bundesliga gerichtet. Bei aller Euphorie um die erste Europareise der Vereinsgeschichte müssen dort endlich Punkte her. Die nächste Chance bietet sich am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Hannover 96.

Statt Europacup-Glamour steht nun also wieder mühsamer Abstiegskampf an. "Jetzt gilt es, den Kopf freizukriegen", betonte Weinzierl. Bange werde ihm nach zuletzt fünf Pflichtspielen ohne Sieg aber nicht - die Auftritte seiner Schützlinge beim FC Bayern (1:2) und am Donnerstag im Baskenland stimmten ihn optimistisch. "Wenn wir jedes Mal so spielen wie in München und Bilbao, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder punkten", meinte der Coach, dem auch nach der Niederlage immer wieder ein Lächeln über das Gesicht huschte. Auch für den Niederbayern war die Partie die erste auf internationaler Bühne: "Im Großen und Ganzen war es natürlich ein tolles Erlebnis."

"Gänsehaut-Momente"

Daniel Baier berichtete von "Gänsehaut-Momenten" im spektakulären Estadio de San Mames - nach Lachen war ihm aber nicht zumute. "Im Endeffekt zählt, was auf der Anzeigetafel steht", sagte der Profi und ergänzte leicht angesäuert: "Wir können uns nicht Woche für Woche hinstellen und sagen: Wir haben gut gespielt oder Chancen liegen gelassen oder der Schiedsrichter war Schuld."
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