Augsburg klarer Favorit im Pokalspiel beim Viertligisten
"Spiel wird im Kopf entschieden"

Sein Handy wird der Augsburger Abdul Baba am Freitag wohl beiseite legen müssen. Denn Trainer Markus Weinzierl hat angekündigt, dass der Ghanaer, der mit dem FC Chelsea in Verbindung gebracht wird, zum Einsatz kommt. Bild: dpa
(dpa/lby) In Erinnerung an den Erstrunden-K.o. 2014 hat Markus Weinzierl seinen Profis vom FC Augsburg vor dem Start im DFB-Pokal beim SV Elversberg ins Gewissen geredet. "Das Spiel wird im Kopf entschieden", unterstrich der Trainer des Fußball-Bundesligisten am Donnerstag. "Wenn wir 100 Prozent bringen, werden wir weiterkommen. Wenn wir nicht 100 Prozent bringen wie im letzten Jahr, dann kann das ein blaues Auge geben." Vor zwölf Monaten waren die Schwaben beim Regionalligisten in Magdeburg 0:1 unterlegen - einen ähnlichen Fauxpas will Weinzierl vermeiden. Dafür könnte er sogar den von Chelsea umworbenen Abwehrspieler Abdul Rahman Baba einsetzen.

Einen Tag vor dem Duell im Saarland am Freitag (20.00 Uhr/Sky) machte der Trainer jedenfalls eine klare Ansage zu Baba. "Er wird trainieren und er wird morgen spielen", verkündete Weinzierl. Der Ghanaer steht Medienberichten zufolge eigentlich vor einem Wechsel zum FC Chelsea. Der englische Spitzenclub von Star-Trainer José Mourinho soll dem FCA eine Offerte über 25 Millionen Euro für den Linksverteidiger unterbreitet haben. Ob der 21-Jährige daher bis zum Ende der Transferperiode beim Bundesligisten bleiben wird, ist fraglich.

Zumal die Schwaben bereits Philipp Max als möglichen Ersatz für Baba unter Vertrag genommen haben - der Ex-Karlsruher könnte schon drei Tage nach seiner Vertragsunterschrift zum Einsatz kommen. "Ein guter Fußballer kann von 0 auf 100 spielen - und er ist einer", sagte Coach Weinzierl und lobte seinen Abwehrspieler als "jung und hungrig". Bis auf den langzeitverletzten Piotr Trochowski seien alle Spieler fit. "Wir können relativ aus dem Vollen schöpfen", sagte der Trainer.

Vor den Elversbergern ist der Favorit gewarnt: Die Gastgeber hätten nicht nur "hochprofessionelle" Trainingsbedingungen, wie Weinzierl betonte, sondern in Michael Wiesinger auch einen erstligaerfahrenen Trainer. "Das wird gefährlich für uns, aber wir sind vorbereitet und gewarnt aus dem Magdeburg-Spiel", sagte der Trainer. "Eine Blamage wie 2014 kann einmal vorkommen, sollte aber kein zweites Mal vorkommen".
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