Augsburg verliert 1:2 - Mainzer feiern neuen Vereins-Startrekord
Niederlage nach Doppelschlag

Der Mainzer Jonas Hofmann (rechts) kämpft hier noch gegen den Augsburger Paul Verhaegh um den Ball. Kurze Zeit später verletzte sich der Mainzer Bild: dpa
Markus Weinzierl war richtig sauer. Nicht nur die ärgerliche 1:2 (0:2)-Niederlage beim FSV Mainz hatte dem Trainer des FC Augsburg die Laune verhagelt. Weinzierls Zorn richtete sich gegen Ghanas Fußball-Verband. "Unprofessionell" sei das Verhalten der Afrikaner, weil Augsburgs Nationalspieler Abdul Rahman Baba nach einem Länderspiel am Mittwoch gegen Guinea (1:1) erst am späten Freitagabend nach Deutschland zurückgekehrt war und so erst wenige Stunden vor dem Bundesligaspiel in Mainz zum Team stieß.

"Absoluter Witz"

"Es ist ein absoluter Witz. Er braucht 38 Stunden", erregte sich der FCA-Coach, der Baba als Konsequenz am Samstag erst nach 56 Minuten einwechselte. "Das hat nichts mit Professionalität zu tun", schimpfte Weinzierl, der damit aber nicht den Spieler meinte. Der unfähige Verband schädige den FCA: "Das wirft uns aus der Bahn."

Bei der vierten Niederlage im fünften Auswärtsspiel hatte jedoch vor allem ein Mainzer Doppelschlag die Augsburger aus der Spur gebracht. Jonas Hofmann (20. Minute) und der Spanier Jairo Samperio (23.) schlugen frühzeitig Kapital aus Augsburger Fehlern. "Wir haben in fünf Minuten mit dem Doppelschlag das Spiel verloren", haderte Weinzierl. Auch Torhüter Marwin Hitz ärgerte sich über eine selbst verschuldete und unter dem Strich unnötige Niederlage. "Wir waren nicht richtig wach, wir waren nicht bei den Männern." Von "zwei hergeschenkten Toren" sprach Kapitän Paul Verhaegh.

Den Augsburgern gelang vor 27 687 Zuschauern in der deutlich besseren zweiten Spielhälfte durch Tobias Werner (78.) nur noch das Anschlusstor. Zum Punktgewinn reichte es nicht mehr. "Nach zwei Gegentreffern innerhalb kürzester Zeit bist du natürlich kurz geschockt. Aber wir haben bis zur 95. Minute alles versucht", resümierte Mittelfeldspieler Daniel Baier: "Am Ende fehlten uns ein wenig Glück und spielerische Disziplin, um den Ausgleich zu machen."

Bereit für nächsten Erfolg

Für die Arbeitswoche bis zum wichtigen Heimspiel am Samstag gegen den SC Freiburg legte Weinzierl klare Schwerpunkte fest. "Wir müssen die individuellen Fehler, diese Inkonsequenz in der Defensive abstellen und in der Offensive an der Konsequenz arbeiten." Dann, so glaubt Abwehrspieler Marcel de Jong, werde man wieder bereit sein für den nächsten Erfolg: "Gegen Freiburg müssen wir gewinnen."

Bei den Mainzern löste nicht einmal der Vereins-Startrekord ausgelassene Freude aus. Zu schmerzvoll war der Außenbandanriss von Jonas Hofmann. "Eine ganz bittere Pille, die wir schlucken müssen", sagte Trainer Kasper Hjulmand.
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