Baba-Millionen ein Trostpflaster für Augsburg

Erst die schönen Gedanken an die mächtige Finanzspritze durch den Transfer von Abdul Rahman Baba hellte die Stimmung im Augsburger Lager wieder auf. Einen Tag nach dem 0:1 zum Bundesliga-Auftakt gegen Hertha BSC verkündeten die Schwaben den prominenten Wechsel auch offiziell - nicht nur Manager Stefan Reuter zeigte sich hocherfreut. "Es ist nicht nur eine Auszeichnung für seine Leistungen, sondern auch für unsere Arbeit, wenn ein internationaler Spitzenclub wie der FC Chelsea Interesse an einer Verpflichtung zeigt", kommentierte der FCA-Geschäftsführer. Für den Linksverteidiger sollen die Augsburger Europa-League-Starter die vereinsinterne Rekordsumme von gut 30 Millionen Euro Ablöse erhalten.

Beim Ausblick auf so viel frisches Geld schmerzte die Pleite nicht mehr ganz so arg. Den Medizincheck beim englischen Fußball-Topclub hatte Baba bereits bestanden; den Ligastart beobachtete der 21-Jährige in Zivil, hinterher besuchte er seine Noch-Kollegen im Kabinentrakt. Heiß diskutiertes Thema dort war der frühe Platzverweis gegen Raúl Bobadilla, der kurz vor der Partie erst seinen Vertrag bis 2018 verlängert hatte. "Es ist klar, dass das die spielentscheidende Szene war", beklagte Trainer Markus Weinzierl, sprach von einer "schlechten Spielleitung" und kommentierte: "Das ist ja schon Programm, dass Boba mit seinem Körper mehr gegen sich gepfiffen bekommt als für sich."

Rüde gegen Lustenberger

Unmittelbar vor der Pause hatte Referee Tobias Welz dem bulligen Stürmer Gelb-Rot gezeigt, nachdem Bobadilla in einem Zweikampf rüde gegen Herthas Fabian Lustenberger eingestiegen war. Schon in der Anfangsphase war er für eine minder schwere Aktion verwarnt worden. Die Augsburger echauffierten sich über die in ihren Augen zu harte Regelauslegung, Der von Salomon Kalou (48./Foulelfmeter) herausgeschossene Berliner "Männersieg" (Trainer Pal Dardai) war dann tatsächlich auch mehr auf Glück denn auf Können zurückzuführen.
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