Badstuber-Rot: Hart, aber fair
Champions-League

München. (mr) Nur glückliche Gesichter? Nein, auch ein etwas betrübtes gab es: Holger Badstuber verließ nach dem 4:0 gegen Olympiakos Piräus nachdenklich die Arena: Kurz nach der Pause hatte er nach einer Notbremse gegen Ideye Brown die Rote Karte gesehen: Der "Sünder" wollte selbst nicht sprechen. Das tat Kapitän Philipp Lahm: "Schade für Holger. Es gibt Situationen, die kann man nicht verhindern." Ein Stellungsfehler Badstubers war dem Foul vorangegangen. Im Laufduell war der 26-Jährige zu langsam und stoppte den Piräus-Stürmer. Es war wohl ein Foul - das Urteil war hart, aber fair. Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer tobte trotzdem: "Für mich war das kein Platzverweis, ich hätte das nicht einmal gepfiffen." Trainer Pep Guardiola dachte schon weiter: Das sei eine Lektion. "Daraus müssen wir lernen. So eine Aktion im Achtel- oder Viertelfinale und du bist raus." Nicht nur ein Spieler - die ganze Mannschaft.

Etwas Normalität

München.(dpa) Nach dem ersten Heimspiel des FC Bayern München nach den Terroranschlägen von Paris und den Warnungen von Hannover soll der Fußball wieder mehr in den Fokus rücken. "Ich muss ehrlich sagen: Am Wochenende, bei unserem ersten Spiel danach, hatte ich persönlich ein mulmiges Gefühl", betonte Bayerns Kapitän Philipp Lahm. Beim Piräus-Spiel sei es nun aber "schon wieder ein bisschen anders gewesen", sagte Lahm. Auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sprach von einem wichtigen "Schritt Richtung Normalität". Dass man den Blick überhaupt wieder nach vorne richten kann, sei vor allem den bayerischen Sicherheitskräften zu verdanken. "Wir haben da eine sehr gute Kooperation mit den Münchner Behörden, ganz speziell mit der Polizei."
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