Basketball
Bamberg vor Titelgewinn

Die Ulmer (rechts Chris Babb) lieferten den Brose Baskets Bamberg (links Leon Radosevic) im zweiten Match der Best-of-five-Finalserie einen großen Kampf, doch am Ende setzten sich die Oberfranken mit 92:90 nach Verlängerung durch. Bamberg liegt damit mit 2:0-Siegen in Front und kann schon am Sonntag den achten Meistertitel perfekt machen. Bild: dpa

Bambergs Basketballer sind nach einem dramatischen Match ihrem achten Meistertitel ein ganzes Stück nähergekommen. In der Best-of-five-Finalserie gegen ratiopharm Ulm erhöhten die Brose Baskets am Mittwoch auf 2:0.

Neu-Ulm. Drei Tage nach dem klaren Heimerfolg musste das Bamberger Team von Trainer Andrea Trinchieri vor 6200 Zuschauern in der ausverkauften Arena bis zum Ende kämpfen, ehe der 92:90 (39:43)-Auswärtserfolg nach Verlängerung feststand. Schon am Sonntag können die Oberfranken in eigener Halle das Meisterstück perfekt machen. Bester Werfer der Bamberger war Bradley Wanamaker mit 23 Punkten. Bei den Ulmern erzielte Per Günter die meisten Zähler (20).

Als Publikumsliebling Günther gleich seinen ersten Dreier zum 5:2 traf, stand die Halle Kopf. Doch die Bamberger ließen sich nicht abschütteln. Trainer Trinchieri hatte sein Team prima eingestellt. "Wir müssen ruhig bleiben, eiskalt, und auftreten wie ein Killer", sagte der Italiener vor dem Sprungball.

Ulm kommt heran


Sein Team verteidigte stark, traf konstant und ging zwei Minuten vor der ersten Viertelpause mit 25:17 in Führung. Die Auszeit von Ulms Trainer Thorsten Leibenath brachte nicht viel - mit einem Sieben-Punkte-Rückstand ging es in die erste Viertelpause. Zehn der 17 Ulmer Zähler in den ersten zehn Minuten gingen auf das Konto von Günther, während jeder aus der Starting Five der Bamberger punktete. Danach kamen die Ulmer bis auf 26:31 heran.

Auch nach einer Auszeit fand der Favorit seinen Rhythmus nicht mehr, die Gastgeber kämpften sich heran und gingen durch einen Dreier von Butler zwei Minuten vor der Pause mit 37:36 in Führung. Wenig später traf der kurz zuvor eingewechselte Flügelspieler noch einmal von jenseits der Dreierlinie zum 40:38. Das brachte Bambergs Trinchieri so in Wallung, dass er sich ein Technisches Foul leistete. Mit einer überraschenden 43:39-Führung der Ulmer wurden die Seiten gewechselt.

Duell auf Messers Schneide


Unmittelbar nach der Pause gab Bamberg mit schnellen Punkten wieder den Ton an, zog auf 51:45 davon. Das Spiel wurde härter, umkämpfter. Mit einem 65:65 ging es ins letzte Viertel. Und da entwickelte sich ein Duell auf Messers Schneide. Kurz vor Schluss war noch alles offen. Die Ulmer hatten Glück, dass Wanamaker Sekundenbruchteile vor der Schlusssirene von Pierria Henry im Wurf gestört wurde und es in die Verlängerung ging.

Bamberg hat nun die Chance, als fünfte Mannschaft der BBL-Geschichte ohne Niederlage durch die Play-offs zu kommen. Bislang war dies Bayer Leverkusen (1991/92 und 1993/94) sowie Alba Berlin (1997/98 und 2001/02) je zwei Mal gelungen.
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