Basketball
Brose Baskets geben Ton an

Bambergs Daniel Theis (Mitte) erzielt gegen Ulms Augustine Rubit (links) und Taylor Braun (rechts) einen Korbleger. Bild: dpa

Bamberg. Obwohl seine Brose Baskets Gegner ratiopharm Ulm im ersten Finalspiel eine Lehrstunde erteilten, war Bambergs Trainer Andrea Trinchieri mal wieder unzufrieden. "Wir haben kein großartiges Spiel gemacht. Die Serie ist weiter offen, Ulm ist in sehr guter Form", sagte der Italiener nach dem 101:82 (54:39)-Sieg des Titelverteidigers gegen die Gäste aus Ulm. In der Best-of-Five-Endspiel-Serie führen die Bamberger mit 1:0.

Vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Arena punkteten Darius Miller (26 Punkte, acht Dreier) und Brad Wanamaker (17) am erfolgreichsten auf Seiten der Oberfranken. Bei den Gästen stach Raymar Morgan (20) hervor. Ulms Trainer Thorsten Leibenath hingegen hatte einen deutlich stärkeren Gegner beobachtet: "Bamberg hat eine eindrucksvolle Leistung gezeigt und manifestiert, dass sie ihren Titel verteidigen wollen." Mit der Leistung seiner eigenen Mannschaft war der 41-Jährige "weitgehend zufrieden".

Bamberg erhält sich mit dem erfolgreichen Final-Auftakt die Chance, als fünfte Mannschaft der BBL-Geschichte ohne Niederlage durch die Playoffs zu kommen. Bislang war dies Bayer Leverkusen (1991/1992 und 1993/1994) sowie Alba Berlin (1997/1998 und 2001/2002) jeweils zweimal gelungen.

Nach den 3:0-Siegen gegen Würzburg im Viertelfinale und den FC Bayern im Halbfinale fehlen dem Team von Trainer Andrea Trinchieri noch zwei weitere Erfolge zur Titelverteidigung. Das zweite Duell findet am Mittwoch (20.30 Uhr) in Ulm statt.

Außenseiter Ulm begann mutig und setzte die favorisierten Bamberger gleich zu Beginn unter Druck. Zwischenzeitlich führte das Team von Trainer Leibenath sogar mit fünf Zählern. Angeführt vom überragenden Miller übernahm Bamberg noch im ersten Viertel die Führung und setzte sich im zweiten Abschnitt (31:17) deutlich ab. Nach der Pause agierten die Gäste in der Final-Neuauflage von 2012 weiter beherzt, doch die frischeren und individuell klar stärkeren Franken ließen keine Zweifel mehr am 22. Erfolg im 22. Heimspiel in dieser Bundesliga-Saison.
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