Basketball-Bundesliga
Sofortiger Lizenz-Entzug für Hagen

Hagen. Phoenix Hagen ist in der Basketball-Bundesliga Geschichte. Die Liga entzog dem insolventen Club am Mittwoch wegen "fehlender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit" mit sofortiger Wirkung die Lizenz. Auch ihre letzten beiden geplanten Spiele gegen Ludwigsburg und Braunschweig dürfen die Hagener nicht mehr absolvieren. Es fehle der Nachweis, dass diese Partien definitiv ausgetragen werden können.

"Uns war es wichtig sicherzustellen, dass die beiden kommenden Gegner Planungssicherheit hinsichtlich der Austragung haben", erklärte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz. Es gehe dabei um nicht unerhebliche Einnahmen und Ausgaben. "Insofern ist die Entscheidung des Lizenzligaausschusses, die Lizenz mit sofortiger Wirkung zu entziehen, konsequent und richtig", ergänzte Holz.

13 Jahre nach dem finanziellen Kollaps von Vorgängerverein Brandt Hagen muss damit auch Nachfolger Phoenix mindestens den Gang in die Zweitklassigkeit antreten: Das Team von Trainer Ingo Freyer steht seit Mittwoch als erster Absteiger fest. Alle bisherigen Partien des Teams werden aus der Wertung genommen - dies beeinflusst die Tabelle aber kaum, da Hagen bislang sowieso jedes Spiel verloren hatte.

In welcher Liga der Traditionsclub in der kommenden Spielzeit wirklich antreten wird, ist aber völlig offen. Sportlich dürfte sich Hagen ab März 2017 als erster Absteiger für eine Lizenz in der ProA, der zweithöchsten deutschen Spielklasse, bewerben. Dafür muss der Verein aber das Insolvenzverfahren wie beantragt in Eigenverwaltung durchführen können.
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