Basketball
Einspruch der Bayern abgewisen

Bayern-Spieler Alex Renfroe (Bild) wurden nach einem Korbleger zwei Punkte vom Schiedsrichter verweigert. Der Münchener Protest wurde aber abgeschmettert. Bild: dpa

München. In München kommt es planmäßig zum Basketball-Showdown in Spiel fünf, auch wenn schon wieder ein Playoff-Viertelfinale zwischen der MHP Riesen Ludwigsburg und dem FC Bayern ein Fall für die Sportjustiz geworden ist. Weil ein Münchner Protest gegen die Wertung des vierten Spiels am Mittwochabend aber vom Bundesliga-Spielleiter abgewiesen wurde, wird der Spielplan in der K.-o.-Phase nicht durcheinandergewirbelt. An diesem Donnerstag (20.30 Uhr) wollen sich die Bayern den Einzug ins Halbfinale sichern.

Klar regelwidrig


Nach ihrer 69:75-Niederlage hatten die Bayern Protest eingelegt, um sich gegen einen Regelverstoß des Schiedsrichters zu wehren. Dieser hatte den Gästen am Dienstagabend in der Schlussphase nach einem Studium von Videobildern zwei Punkte zum 71:73 aberkannt. Das war zwar klar regelwidrig, wie die Liga am Mittwoch selbst einräumte. In der Sache fiel aber gar keine Entscheidung. Der Antrag wurde nämlich wegen eines Formfehlers abgewiesen.

Der Fall hat eine Vorgeschichte im Jahr 2014, die ihn für die Münchner besonders emotional macht. Schon vor zwei Jahren wurde ein Viertelfinale zwischen Bayern und Ludwigsburg wiederholt, damals hatten die Baden-Württemberger erfolgreich gegen eine Schiedsrichterentscheidung protestiert. Dass der Referee damals wie am Dienstag derselbe Martin Matip war, macht die Sache noch heikler.

Schiedsrichter Matip hatte nach einem Korbleger von Bayerns Alex Renfroe zunächst auf Goaltending, also unerlaubtes Wegschlagen des Balls in Ringnähe, entschieden. Damit hätte es 71:73 gestanden. Nach einem Videobeweis erkannte Matip die zwei Punkte jedoch wieder ab. Den Bundesliga-Regeln zufolge darf das sogenannte Instant Replay nicht zur Überprüfung von Goaltending genutzt werden.
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