Basketball-EM in vier Ländern
Hintergrund

Berlin.(dpa) Eigentlich sollte die am Samstag beginnende Basketball-EM in der Ukraine stattfinden. Doch wegen der dortigen instabilen politischen Situation wurde dem osteuropäischen Land das Turnier vom Kontinentalverband wieder entzogen. Weil in der Kürze der Zeit kein einzelner Ersatzkandidat zu finden war, entschied sich die FIBA Europe für ein Experiment: Erstmals findet das Kontinental-Event in vier Ländern statt. Neben Berlin, wo die deutsche Mannschaft um Superstar Dirk Nowitzki spielt, sind Riga, Zagreb und Montpellier Austragungsorte der Gruppenphase. Die K.o.-Runde findet dann ab dem 12. September im französischen Lille statt.

RIGA: Die Hauptstadt Lettlands erwartet rund 70 000 Fans, die meisten davon aus den beiden Nachbarländern und Gruppengegnern Estland und Litauen.

MONTPELLIER: Im Zentrum des Interesses stehen in Montpellier die Spiele der französischen Nationalmannschaft. "Les Bleus" gehen als großer Favorit ins Turnier und werden von einer großen Euphorie ihrer Anhänger getragen.

ZAGREB: In der kroatischen Hauptstadt findet an diesem Donnerstag quasi der EM-Auftakt statt. In einer großen lokalen Eröffnungsfeier stimmen sich die Kroaten auf das Turnier ein.Insgesamt sind bereits 55 000 Karten für die 15 200 Fans fassende Arena verkauft.

BERLIN: Die Arena am Ostbahnhof hat sich für die erste EM-Vorrunde in Deutschland seit 22 Jahren herausgeputzt. Rund um die Halle, in der sonst ALBA Berlin seine Heimspiel austrägt, ist ein große Fan-Zone eingerichtet. Die fünf Gruppenspiele von Dirk Nowitzki und Co. sind längst ausverkauft.

LILLE: Die nordfranzösische Stadt ist Austragungsstätte der K.o.-Phase. Im 27 000 Zuschauer fassenden Stade Pierre-Mauroy trägt normal der Fußball-Club OSC Lille seine Heimspiele aus. Die Organisatoren erwarten vor allem bei den Spielen von Topfavorit Frankreich Basketball-Feste in der Arena.

Leichtathletik Zahltag für Schwanitz

Zürich.(dpa) Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz hat in der Bankenstadt Zürich noch einmal kräftig Kasse gemacht. Die 29-Jährige vom LV 90 Erzgebirge setzte sich am Donnerstagabend beim ersten Diamond-League-Finale der Leichtathleten mit 19,91 Metern souverän durch. Innerhalb von zwölf Tagen kassierte die Europameisterin damit insgesamt 110 000 US-Dollar (98 750 Euro) Prämien: 60 000 als Peking-Weltmeisterin, 40 000 für den Diamond-League-Gesamterfolg und dazu 10 000 Dollar Bonus für den klaren Tagessieg im berühmten Letzigrund vor der US-Amerikanerin Michelle Carter (19,12).

Die 25 000 Leichtathletik-Fans im ausverkauften Letzigrund kamen auch diesmal auf ihre Kosten, doch mit Weltklasseleistungen wurden sie bei Regen und gerade mal 14 Grad nicht verwöhnt. Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor kassierte vier Tage nach ihrem Triumph in Peking eine Niederlage. Die Leverkusenerin kam mit 62,43 Metern auf Platz drei.

Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (Bayer Leverkusen), bei der WM schon in der Qualifikation gescheitert, landete diesmal mit 4,57 Metern auf Platz sechs.
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