Basketball
Gruselvorstellung

Nur hauchdünn mit 61:59 gewann die deutsche Basketball-Auswahl gegen Österreich. Hier wird Robert Benzing (rechts) vom Österreicher Davor Lamesic attackiert. Bild: dpa

Schwechat. Nach dem Zittersieg in Österreich wandte sich Chris Fleming erst einmal erleichtert ab. Auch der Basketball-Bundestrainer benötigte ein paar Minuten, um sich von der Gruselvorstellung seines Teams zu erholen. Zwar gelang mit dem 61:59 (29:39) der zweite Erfolg in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2017. Die Leistung der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes war aber zu keiner Zeit der eines EM-Teilnehmers würdig.

"Ein riesengroßes Lob geht an Österreich. Sie haben drei Viertel lang mehr Härte und Siegeswillen gezeigt", begann Fleming nach der Partie am Samstagabend sein Statement deshalb auch mit einem Kompliment an die Gastgeber. "Österreich hat heute super gespielt und uns anfangs total überrascht", pflichtete ihm Paul Zipser bei.

Der NBA-Neuling von den Chicago Bulls fand wie das gesamte Team fast das komplette Spiel keine richtige Einstellung zu der für das EM-Ticket richtungsweisenden Begegnung. Hintern schluderig, vorne kopf- und ideenlos - fast hätte es für die deutsche Mannschaft die erste Pleite gegen die zweitklassigen Österreicher seit 1977 gegeben.

Doch wie schon in den beiden Partien während der Qualifikation zur EM 2015 vor zwei Jahren konnte die DBB-Auswahl eine Blamage im letzten Viertel noch abwenden. Weil den Österreichern die Kraft ausging, machte Deutschland einen 16-Punkte-Rückstand noch wett.
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