Bayer 04 führt 2:0 und jubelt am Ende über ein 4:4
Verrückter Kick in Leverkusen

Admir Mehmedi feiert seinen Treffer zum 4:4: Bayer 04 Leverkusen rettete noch ein Unentschieden ins Ziel, nachdem der AS Rom kurz vor Schluss bereits mit 4:2 geführt hatte. Bild: dpa
Das Wiedersehen mit seinem Herzensverein endete für Rudi Völler mit einem irren Fußball-Krimi. Nach einer 2:0-Führung und einem 2:4-Rückstand jubelte der Sportdirektor von Bayer Leverkusen am Dienstagabend noch über ein dramatisches 4:4 (2:2) gegen den AS Rom. Der Fußball-Bundesligist verteidigte dadurch seinen wichtigen zweiten Tabellenplatz in der Champions-League-Gruppe E.

Javier Hernandez brachte die Werkself am Dienstagabend mit seinen Toren in der 4. (Handelfmeter) und 19. Minute zunächst schnell in Führung. Doch der Verein des deutschen Nationalspielers Antonio Rüdiger schlug durch Tore von Daniele de Rossi (30./38.), Miralem Pjanic (54.) und Iago Falque (73.) zurück. Als niemand mehr damit rechnete, schafften Kevin Kampl (84.) und Admir Mehmedi (86.) doch noch die erneute Wende. In der Nachspielzeit verpasste "Chicharito" Hernandez sogar noch das mögliche Siegtor.

"Am Ende können wir sogar noch 5:4 gewinnen. Aber über weite Strecken können wir nicht ganz zufrieden sein mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben", meinte Torwart Bernd Leno. "Was am Ende passiert ist, kann ich nicht erklären", haderte dagegen Roma-Verteidiger Rüdiger.

Bayer hatte gegen den Tabellenzweiten der Serie A schon sehr stürmisch begonnen und führte nach knapp 20 Minuten bereits mit 2:0. Doch der AS Rom zeigte, warum er in der heimischen Liga bereits 20 Tore in nur acht Spielen erzielt hat. Die Italiener spielten unbeeindruckt nach vorne - und Bayer 04 half kräftig mit. Vor dem Anschlusstreffer zum 1:2 geriet eine Faustabwehr von Torwart Bernd Leno viel zu kurz. Bei seinem Ausgleich stand de Rossi nach einem Freistoß völlig frei.

Danach spielten für lange Zeit nur noch die Gäste. Nach der Pause blieb der starke Gervinho zunächst noch mit einem Solo hängen (52.). Aber nur zwei Minuten später traf Pjanic per Freistoß. Der eingewechselte Iago Falque schien mit dem 2:4 schon alles klargemacht zu haben. Aber Leverkusen zeigte eine positive Reaktion und kam in den letzten Minuten noch zum Ausgleich.
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