Bayern-Gala in Wolfsburg

Ein wie entfesselt aufspielender FC Bayern München hat Titelverteidiger VfL Wolfsburg eine bittere Lehrstunde erteilt und seinen Siegeszug mit dem Erreichen des DFB-Pokal-Achtelfinales fortgesetzt.

Die Elf von Trainer Pep Guardiola fertigte Vizemeister Wolfsburg mit 3:1 (3:0) ab und nahm damit beeindruckend Revanche für zwei bittere Pleiten an gleicher Stelle in diesem Jahr. Douglas Costa (15. Minute) und zweimal Thomas Müller (20. und 34.) schossen den 14. Münchner Sieg aus den letzten 15 Pflichtspielen heraus. Das Wolfsburger Tor durch André Schürrle kam zu spät (90.).

Ein Duell auf Augenhöhe sollte es sein, doch stattdessen sahen die 30 000 Zuschauer im ausverkauften Wolfsburger Stadion im Duell zwischen Cupsieger und Meister einen regelrechten Klassen-Unterschied. Kein Vergleich mehr zum Rückrunden-Auftakt Anfang des Jahres, als die Münchner noch 1:4 in Wolfsburg verloren, oder bei der Supercup-Pleite kurz vor der Saison. Mit ihrem erdrückenden Ballbesitz-Fußball ließ der Rekord-Pokalsieger den Wölfen nicht den Hauch einer Chance.

Vom Anpfiff weg kannten die Bayern nur eine Richtung. Weit in der gegnerischen Hälfte attackierten sie den Gegner und schon nach fünf Minuten hatte Müller die erste Großchance, doch Diego Benaglio parierte großartig. Lange konnten die Wolfsburger, die kurzfristig auf Nationalstürmer Max Kruse (Muskelverletzung) verzichten mussten, die Null aber nicht halten. Insbesondere Costa wirbelte im ersten Durchgang die VfL-Abwehr gehörig durcheinander und sorgte mit einem fulminanten 25-Meter-Schuss auch für die Führung.

Und weiter ging es mit dem Münchner Hochgeschwindigkeits-Fußball. Nach Vorarbeit von David Alaba schob Müller aus kurzer Entfernung zum 2:0 ein. Danach zogen sich die Münchner etwas zurück, um gleich wieder eiskalt zuzuschlagen. Erneut eine Flanke von Alaba verwertete Müller zum dritten Treffer. Und zum Hattrick in der ersten Halbzeit fehlte auch nicht viel. Kurz vor der Pause erwies sich Benaglio mit einer Parade aber als Spielverderber (41.).

Die Wolfsburger zeigten sich schwer beeindruckt von der Münchner Übermacht, die sie in der Liga bereits beim 1:5 vor vier Wochen zu spüren bekommen hatten. Nicht eine echte Torchance erspielte sich der VfL. Und es kam auch personell ganz dick für die Gastgeber. Neben dem Ausfall von Kruse, der bis zu vier Wochen pausieren muss, gesellte sich Mitte der ersten Halbzeit auch Christian Träsch in den Krankenstand.

Ohne Gegenwehr wollten sich die Norddeutschen aber nicht ergeben. Lohn war erst in der Schlussminute der Anschlusstreffer durch Schürrle.
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