Bayern mit Torgala an die Spitze

Mit einem lockeren 4:0-Sieg gegen Aufsteiger SC Paderborn steht der FC Bayern München erstmals in dieser Saison an der Spitze der Bundesliga. Thomas Müller, der zweifache Torschütze Mario Götze und Dante (von links) freuen sich über dieses Ergebnis. Bild: dpa

Das überraschende Spitzenspiel der Bundesliga wurde zu einer einseitigen Angelegenheit. Wie zu erwarten dominierte der FC Bayern gegen Aufsteiger SC Paderborn und übernahm mit einem 4:0-Sieg erstmals in dieser Saison die Führung in der Bundesliga.

Angeführt von Weltmeister Mario Götze hat Bayern München mit einer Angriffs-Gala die Kräfteverhältnisse im deutschen Fußball wieder zurechtgerückt. Der deutsche Meister fügte dem SC Paderborn am Dienstagabend beim 4:0 (2:0) nicht nur die erste Niederlage in der Bundesliga zu, sondern löste den Aufsteiger auch als Tabellenführer ab. Die Treffer von Götze (8./78. Minute), Robert Lewandowski (14.) und Thomas Müller (85.) waren vor 71 000 Zuschauern Ausdruck der Münchner Überlegenheit und auch der großen individuellen Klasse der Bayern-Stars. "Es war ganz wichtig, ein Zeichen zu setzen. Die Paderborner haben von Anfang an Probleme gehabt", sagte der wiedergenesene Arjen Robben nach dem Sieg im TV-Sender Sky.

Schwung durch Robben

Das überraschende Spitzenspiel am 5. Spieltag entwickelte sich schnell zu einer einseitigen Angelegenheit, auch wenn Paderborns Torjäger Elias Kachunga mit einem Seitfallzieher für eine erstes Raunen in der Allianz-Arena sorgte (4.). Bayern-Trainer Pep Guardiola hatte alle verfügbaren Offensivstars aufgeboten, besonders die Rückkehr des wiedergenesenen Arjen Robben gab dem Spiel des Rekordmeisters Schwung und Zielstrebigkeit. Der Holländer war auch Ausgangspunkt des 1:0. Sein Zuspiel in die Tiefe leitete Thomas Müller mit der Hacke weiter auf Weltmeister-Kollege Götze, der überlegt und unhaltbar abschloss. Eine klasse Kombination. "Ich bin auf einem guten Weg. Aber da ist noch Luft nach oben", sagte Robben.

Die Paderborner konnten weiter nur staunend hinterherlaufen. Lewandowski erhöhte mit einem strammen Volleyschuss aus 17 Metern, der aber trotz seiner Schärfe für SC-Torwart Lukas Kruse nicht unhaltbar war. Das agile Offensiv-Trio Robben, Götze und Lewandowski sowie der stürmende Linksverteidiger David Alaba hätten noch weitere Treffer nachlegen können. Die Gäste konnten froh sein, dass sie zur Pause nicht höher zurücklagen. Allerdings hätte Idir Ouali nach einem öffnenden Pass von Moritz Stoppelkamp sogar das 1:2 machen können, aber den Schuss des Angreifers hielt Manuel Neuer mühelos (24.).

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die rund 4000 mitgereisten Paderborner Fans an mehr Offensivaktionen ihrer tapfer kämpfenden Mannschaft erfreuen, allerdings fehlte es an der Durchschlagskraft. Der eingewechselte Süleyman Koc zwang den Nationaltorhüter mit einem strammen Rechtsschuss zu einer Parade (70.).

Der Bayern-Schwung der ersten Spielphase war dagegen weg. Im Gefühl des sicheren Sieges und angesichts der weiteren anstehenden Englischen Wochen schalteten die Bayern tempomäßig zurück, Passgenauigkeit und Zielstrebigkeit ließen stark nach. Im Paderborner Strafraum agierten die Münchner häufig zu verspielt und lange nicht mehr mit Konsequenz. Erst nach einem Solo von Robben zappelte der Ball wieder im Netz: Der starke Götze staubte nach einem Schuss von Müller, den Kruse parieren konnte, erfolgreich ab. Einen weiteren Angriffszug über Robben vollendete Müller zum 4:0.
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