Bayern reisen mit Rumpftruppe zum Auswärtsspiel nach Bremen
Nur 13 übrig

Während Bayern auf Robert Lewandowski setzen kann, fällt bei Bremen Jannik Vestergaard (rechts) wegen einer Viruserkrankung aus. Bild: dpa
Nach dem Turbostart in die neue Saison will sich der FC Bayern vor den anstehenden Dienstreisen nach Bremen, London und Wolfsburg nicht aus dem Tritt bringen lassen - und erlebt doch ein schmerzhaftes Verletzten-Déja-vu. Wie schon im Frühjahr fallen dem deutschen Fußball-Rekordmeister derzeit gleich reihenweise die Stars aus. Im Bundesligaduell beim SV Werder fehlen neben den Langzeitverletzten auch die Offensivakteure Arjen Robben und Kingsley Coman. Das verkündete Trainer Pep Guardiola einen Tag vor dem Duell an der Weser am Samstag (15.30 Uhr/Sky) und zählte auf, dass ihm neben den zwei Torhütern nur 13 Feldspieler übrigblieben.

Makelloser Start

"Das ist ein Problem für die Mannschaft", meinte der Spanier, der aber gelernt habe, "mit der Situation umzugehen". Zum Ende der Saison 2014/15 erwischte es die Münchner schon einmal, damals wurden die Titel im DFB-Pokal (gegen Borussia Dortmund) und in der Champions-League (gegen den FC Barcelona) verspielt. Nach dem makellosen Start in der Liga mit acht Siegen in acht Spielen haben die Bayern zwar schon ein Sieben-Punkte-Polster auf Verfolger Dortmund - die am Dienstag folgende Partie beim FC Arsenal und das Pokal-Duell beim VfL Wolfsburg am 27. Oktober bereiten Guardiola aber schon jetzt Sorgen. Dass die Flügelflitzer Robben und Coman daher beim Lieblingsgegner aus Bremen, gegen den in zuletzt neun Partien neun Siege und eine Torbilanz von 40:6 heraussprangen, geschont werden, scheint logisch. In der "Bild"-Zeitung sprach Robben am Freitag von einer "Vorsichtsmaßnahme, damit ich bald perfekt vorbereitet zur Mannschaft stoßen kann". Nach seiner Adduktorenverletzung war der Niederländer jüngst erst wieder ins Training eingestiegen. "Mir geht es gut. Wir waren gut im Zeitplan. Die Reha ist super gelaufen."

Nicht unterschätzen

Die Wahl der Aufstellung für das Nord-Süd-Duell in Bremen ist für Guardiola angesichts des ausgedünnten Kaders nicht so kompliziert wie sonst, bemerkte der Trainer mit einem Grinsen. Unterschätzen wolle er die Werderaner trotz deren vier Niederlagen zuletzt aber nicht. Gerade diese Serie sei "am gefährlichsten" für uns, meinte der Coach, der mit neun Siegen den Startrekord der Bundesliga brechen kann.

Die Bremer, die auf ihren Abwehrchef Jannik Vestergaard verzichten müssen, bemühen sich indes, eine Trainerdiskussion um Viktor Skripnik angesichts des enttäuschenden 14. Tabellenplatzes von sich zu weisen.
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