Bayern stürmt ins Achtelfinale

Spaßige Aktion: Bayern-Angreifer Thomas Müller zog den Handschuh aus und bedankte sich artig bei Arjen Robben für dessen Vorlage, die zum 3:0 führte. Links Douglas Costa, der das erste Tor der Münchner gegen Piräus erzielte. Am Ende stand ein standesgemäßer 4:0-Sieg auf der Anzeigetafel. Bild: dpa

5:0 gegen Dinamo Zagreb, 5:1 gegen den FC Arsenal - und jetzt 4:0 gegen Olympiakos Piräus. Der FC Bayern hat auch in seiner Jubiläums-Partie in der Königsklasse geglänzt. Im Achtelfinale gehen die Münchner europäischen Schwergewichten erst einmal aus dem Weg.

Mit einem weiteren Fußballfest ist der FC Bayern München in seinem 100. Champions-League-Heimspiel als Gruppensieger ins Achtelfinale spaziert. Die Angriffs-Asse Douglas Costa (8. Minute), Robert Lewandowski (16.), Thomas Müller (33.) und Kingsley Coman (69.) sorgten am Dienstag beim 4:0 (3:0) gegen das bis dato punktgleiche Team von Olympiakos Piräus für einen unterhaltsamen Jubiläumserfolg. Nach den Tor-Festivals gegen Dinamo Zagreb (5:0) und den FC Arsenal (5:1) durften 70 000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz-Arena auch beim nächsten Königsklassen-Spiel jubeln.

Rot für Badstuber

Die zweite Spielhälfte mussten die Bayern aber weitgehend in Unterzahl bestreiten, weil Holger Badstuber bei seinem Champions-League-Comeback nach einer harten Entscheidung in der 53. Minute die Rote Karte wegen einer Notbremse sah. In der zweiten Minute der Nachspielzeit vergab Müller bei einem Konter die Chance auf das mögliche 5:0, als er nur den Pfosten traf.

"Es ist immer wichtig, dass man Erster wird", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm im TV-Sender Sky. "Insgesamt können wir sehr zufrieden sein. Es ist gut, schon vor dem letzten Spieltag Gruppenerster zu sein." Vor der Achtelfinal-Auslosung am 14. Dezember, bei der der deutsche Rekordmeister nach seinem insgesamt 14. Gruppensieg europäischen Schwergewichten wie dem FC Barcelona und anderen Erstplatzierten aus dem Weg geht, steht für die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola noch die letzte Gruppenpartie in Zagreb an.

Das Spiel gegen Piräus begann, wie Bayern-Spiele zuletzt meist begannen - mit erdrückender Dominanz. Einen Flatterschuss von Jérôme Boateng konnte Piräus-Torwart Roberto nicht festhalten und faustete vor die Füße von Costa, der zum 1:0 traf. Nur acht Minuten später versuchte es Coman aus der Ferne. Sein Schuss landete direkt bei Lewandowski, der seinen 28. Champions-League-Treffer und den fünften im fünften Spiel dieser Saison erzielte. Und es ging spektakulär weiter. Müller traf nach Kopfballvorlage von Arjen Robben zum 3:0.

Griechen überfordert

Olympiakos wies in der Abwehr zu große Lücken auf, das Bayern-Kombinationsspiel war schlicht und einfach zu schnell für die teilweise überforderten Griechen. Das Fehlen des verletzten David Alaba konnten die Münchner verschmerzen. Rafinha vertrat den Österreicher auf der linken Abwehrseite hervorragend. Bitter war jedoch das frühe Aus für Robben, der in der 33. Minute wegen leichter muskulärer Probleme angeschlagen vom Platz musste. Reine Vorsichtsmaßnahme, teilte der Verein während der Partie mit.

Für den 31 Jahre alten Niederländer kam Joshua Kimmich und übernahm die Sechser-Position. Coman rückte nach rechts, Costa auf die linke Seite - an der verdienten Halbzeit-Führung änderte sich nichts. Bei der einzigen Griechen-Chance vor der Pause verfehlte Luka Milivojevic per Freistoß das Bayern-Tor klar (43.). Trotz einer extrem defensiven 4-5-1-Formation versteckten sich die Gäste zwar nicht komplett, wurden aber zumindest in der Anfangsphase von den bärenstarken Bayern förmlich überrollt.

Nach dem Platzverweis und dem Treffer zum 4:0 nahmen die Bayern etwas Tempo aus dem Spiel und verlegten sich mehr auf die Kontrolle des Geschehens als auf weitere Ergebnisaufbesserung. Müller und Kimmich hatten noch gute Chancen, vergaben aber mögliche weitere Tore.
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