Bayerntrainer verrät nichts über seine Zukunft - Planungen laufen mit Schweinsteiger
Guardiola lässt sich Zeit

Pep Guardiola hat für die neue Saison ein Ziel: jede Woche besser und besser zu werden. Bild: dpa
So kurz nach dem Sommerurlaub wollte sich der gut erholte Pep Guardiola nicht gleich mit seiner spannenden Bayern-Zukunft befassen. "Nächste Frage, nächste Frage", wiegelte der spanische Starcoach mit Blick auf seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag kurzerhand ab. "Es sind noch elf Monate. Ich habe Zeit, um darüber zu sprechen." Es sei ja letztlich auch noch Urlaub, erklärte der 44-Jährige am Tag nach dem Trainingsauftakt der deutschen Fußball-Rekordmeisters und der Verpflichtung des Brasilianers Douglas Costa.

Die brisante Frage, wie es nach dem dritten und Stand jetzt letzten Jahr von Guardiola beim FC Bayern weiter geht, wird mit dem Start in die neue Spielzeit mehr denn je zum Dauerthema an der Säbener Straße. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte wiederholt betont, dass man "alles" dafür tun werde, um den Spanier über den 30. Juni 2016 hinaus in München zu halten. "Ich sehe überhaupt keinen Druck im Moment und auch keine Unruhe. Unser Trainer hat zwei Drittel der Zeit rum, aber wo ist das Problem?", gab sich Sportvorstand Matthias Sammer nach der ungewohnt langen Sommerpause für den Club gelassen.

Erholsame Wochen

Guardiola blickte am Donnerstag gerne auf erholsame Wochen im Kreise der Familie zurück, berichtete vom ersehnten Wiedersehen mit Eltern und Schwester sowie von Alltagsproblemen eines Papas, wenn die Kinder nicht duschen wollen. Trotz aller Entspannung: Ein fußballbesessener Mensch wie Guardiola dachte auch im Urlaub nach einer Saison mit dem Meistertitel als einziger Trophäe darüber nach, wie seine Mannschaft noch stärker werden kann. "Titel sind wichtig, aber mein Ziel als Trainer war immer, jede Woche besser und besser zu werden", erklärte der Spanier.

Anders als vor einem Jahr, als noch die WM in Brasilien mit reichlich Bayern-Personal lief, kann Guardiola schon vom ersten Trainingstag an mit einem Großteil des Kaders arbeiten. Am 11. Juli steigen Neuzugang Costa und die Nationalspieler ins Training ein. Auch Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger, über dessen weiteren Verbleib viel spekuliert wird. "Nur er kann über seine Zukunft entscheiden, nicht Pep. Spieler mit dieser großen Karriere und dieser großen Qualität können nur selbst entscheiden", sagte Guardiola. "Heute in diesem Moment" plane er mit dem Mittelfeldakteur für die neue Saison.
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