Beckenbauer hätte gerne Tokyo Sexwale als Blatter-Nachfolger
Werbung für Südafrikaner

Tokyo Sexwale (Bild) ist der Wunschkandidat Beckenbauers auf dem Fifa-Thron. Bild: dpa
Auf seine bekannt unverbindliche Art hat Franz Beckenbauer erneut für den Südafrikaner Tokyo Sexwale als möglichen Nachfolger von Fifa-Präsident Joseph Blatter geworben. "Ich habe den Tokyo genannt, weil er auch im Sport war und ist und weil er sehr intelligent ist. Er hat dazu auch das Netzwerk", sagte der "Kaiser" am Dienstag beim von ihm veranstalteten Camp Beckenbauer in Kitzbühel.

Dort war Sexwale einer der Stargäste. Ansonsten hielt sich die Bereitschaft der Fußball-Spitzenfunktionäre, über die bedrohliche Schieflage des Weltverbandes Fifa zu sprechen, sehr in Grenzen. Beim Tagesordnungspunkt "Quo vadis, Fifa" hieß es am Dienstag: closed session - geschlossene Veranstaltung. Laut sind die Rufe nach Transparenz beim skandalumtosten Fußball-Weltverband. Das Krisenmanagement in den Führungszirkeln des europäischen Fußballs aber läuft weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Pressekonferenz abgesagt

Im österreichischen Nobel-Skiort wurde eine Pressekonferenz mit DFB-Präsident und Fifa-Exekutiv-Mitglied Wolfgang Niersbach ebenso abgesagt wie mit Christian Seifert, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL). Während Ligapräsident Reinhard Rauball klare Worte für die Fifa-Krise gefunden und Blatter zu einem Rücktritt aufgefordert hatte, warnte Niersbach vor einer Vorverurteilung von Uefa-Präsident Michel Platini. Allerdings mahnte er auch eine "aktive, transparente Darlegung der Vorgänge" um die ungeklärten Millionen-Zahlungen Blatters an den Franzosen an. Niersbach gilt als möglicher Anwärter auf den Uefa-Chefposten, sollte Platini auf den Fifa-Thron wechseln - oder über die Affäre stolpern.

Unterdessen muss Fifa-Präsidentschaftskandidat Chung Mong Joon aus Südkorea mit einer 19-jährigen Sperre rechnen - und könnte damit aus dem Rennen um die Blatter-Nachfolge ausscheiden.
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