Befreiung für FC Augsburg

Markus Weinzierl schritt mit federndem Gang aus dem Stuttgarter Stadion zum Mannschaftsbus. Der Coach des FC Augsburg schmunzelte froh und zwinkerte keck - seine Erleichterung verwunderte nach dem Rekordsieg nicht. "Wir tun alles, um in der Liga zu bleiben. Das wäre für mich mehr wert als der fünfte Platz der Vorsaison", sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten nach dem beeindruckenden 4:0 (3:0) am Samstag auswärts gegen den VfB Stuttgart. Für das schwäbische Team aus Bayern war es ein dringend notwendiger Dreier, den der Lieblingsgegner allerdings mit wenig Gegenwehr hergab. Schlussmann Marwin Hitz beobachtete eine bessere Mannschaftsleistung als bei den Spieltagen zuvor. "Ich hatte das Gefühl, dass immer noch einer da ist, der retten kann", sagte er. Während die Augsburger strahlten, zeigte VfB-Coach Alexander Zorniger eine versteinerte Miene und klagte: "Ich bin maßlos enttäuscht. Wir konnten keinen einzigen wichtigen Zweikampf gewinnen. Ich muss mich fragen, was ich im Vorfeld übersehen habe."

Bereits bei den ersten FCA-Steilpässen hatte sich angedeutet, dass die Stuttgarter Defensive überfordert war. Für die hohe Führung zur Halbzeit sorgten ein Konter-Tor von Alexander Esswein (11. Minute), ein Eigentor von Verteidiger Timo Baumgartl nach einem Schuss Essweins (17.) und ein Kopfball von Jan-Ingwer Callsen-Bracker (36.). Das 4:0 durch Ja-Cheol Koo (53.) beseitigte alle Zweifel am Befreiungsschlag.
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