Beginn einer neuen Zeitrechnung

Dortmunds Trainer Thomas Tuchel blickt gespannt dem ersten Pflichtspiel des BVB entgegen. Mit der Partie gegen den Wolfsberger AC startet die Borussia in eine neue Ära. Bild: dpa

Nach nur viereinhalb Wochen Vorbereitung steht für Trainer Thomas Tuchel das erste Pflichtspiel mit dem BVB an. Alles andere als ein Erfolg in der Europa-League gegen Underdog Wolfsberger AC würde den Einstieg des Klopp-Nachfolgers erschweren.

Für Borussia Dortmund ist es der Beginn einer neuen Zeitrechnung, für Trainer Thomas Tuchel die erste Bewährungsprobe, für den Gegner das "Spiel der Jahres". Gleich zum Saisonstart steht der BVB mächtig unter Zugzwang. Ein Scheitern in der dritten Qualifikationsrunde der Europa-League gegen den Wolfsberger AC könnte die zuletzt verspürte Aufbruchstimmung drücken.

"Es ist Druck auf dem Kessel", bekannte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Im Wissen um die hohe Erwartungshaltung verzichtete auch Tuchel vor dem Hinspiel am Donnerstag (21.05 Uhr/Sport1) auf Understatement: "Wir sind der Favorit und wollen mit aller Macht in die Gruppenphase."

Nach vier Jahren in der europäischen Königsklasse muss die Borussia diesmal mit der Europa-League vorliebnehmen. Zudem muss der Siebte der Saison 2014/15 als erster Bundesligist die Sommerpause beenden - zum Leidwesen von Tuchel, der sein Team lieber länger auf die neue Spielzeit vorbereitet hätte. Dennoch überwiegt bei Watzke eine positive Sicht der Dinge: "Wir sind froh, dass wir nach unserer schlechten Hinrunde an diesem Wettbewerb teilnehmen dürfen. Das ist eher eine Belohnung als eine Bürde. "

Zur Freude des Vereinschefs scheint die Abnabelung von Jürgen Klopp schneller als erwartet gelungen zu sein. In den letzten Tests gegen den FC Luzern (4:1) und den Champions-League-Finalisten Juventus Turin (2:0) bewies der Revierclub vielversprechende Frühform.

Dieser positive Eindruck soll gegen den Wolfsberger AC bestätigt werden. "Wir werden schon die erste Partie am Donnerstag angehen, als wäre es mindestens ein Champions-League-Viertelfinale", versprach Weltmeister Mats Hummels im "Kicker" vor der Partie im Wörthersee-Stadion von Klagenfurt.

Was passiert, wenn man die Wolfsberger unterschätzt, bekam unlängst der FC Schalke beim 1:3 im Test zu spüren. Und auch in der zweiten Europa-League-Qualifikationsrunde gegen Schachtjor Soligorsk (1:0/2:0) hinterließ das Team von Trainer Dietmar Kühbauer einen starken Eindruck. Zudem muss die Borussia mit einem höchst motivierten Gegner rechnen, für den die beiden Partien der Lohn für die erfolgreichste Saison der bisherigen Vereinsgeschichte sind.
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