Bei den Tests darf Neuling ran

Patrick Herrmann fiebert sicher seinem ersten Einsatz in der Nationalmannschaft entgegen. Bild: dpa

Noch ist die aktuelle Saison für Joachim Löw und seine Weltmeister nicht abgeschlossen, da denkt der Bundestrainer schon an die EM-Endrunde 2016. Einige seiner Stammkräfte um Torwart Neuer bekommen eine Pause. Dafür rückt der Gladbacher Neuling Patrick Herrmann nach.

Mit einer Nationalmannschaft light geht Joachim Löw in die letzten zwei Länderspiele der Saison. Der Bundestrainer verzichtet für die vor allem terminlich ungünstigen Auftritte gegen die USA und Gibraltar in seinem nur 20-köpfigen Aufgebot auf die Weltmeister Manuel Neuer, Thomas Müller und Toni Kroos. "Diese Entscheidung habe ich auch mit Blick auf die vor uns liegende Saison getroffen, an deren Ende im Sommer 2016 die Europameisterschaft in Frankreich stehen soll", unterstrich Löw.

Dafür plant der Bundestrainer für die Testpartie gegen die von Jürgen Klinsmann trainierten Amerikaner am 10. Juni in Köln und für das EM-Qualifikationsspiel drei Tage später in Faro gegen das Fußball-Entwicklungsland Gibraltar mit Länderspiel-Neuling Patrick Herrmann von Borussia Mönchengladbach. Der 24-jährige hatte schon im März 2013 einmal zum Kader des Nationalteams gehört, war aber im WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan nicht zum Einsatz gekommen. Mit seinen Leistungen in der Liga hatte der Mittelfeldspieler in der aktuellen Spielzeit wesentlichen Anteil am direkten Einzug der Borussia in die Champions-League. "Ein Traum geht in Erfüllung", hatte Herrmann dazu bemerkt. Jetzt kann der nächste wahr werden.

Weltmeister Erik Durm (Borussia Dortmund), Antonio Rüdiger (VfB Stuttgart) und Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen) kehren ins Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurück. Neben dem Münchner Neuer bekommen auch dessen stark belasteter Vereinskollege Müller und Real-Star Kroos, der seit dem WM-Sommer 2014 sagenhafte 69 Pflichtspiele bestritten hat, von Löw eine Pause. Der Schalker Weltmeister Benedikt Höwedes kann wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht mitwirken. "Ich bin sicher, dass wir auch ohne diese Spieler genug Qualität in der Mannschaft haben, um die Spiele gegen die USA und Gibraltar erfolgreich zu gestalten", sagte der DFB-Chefcoach, der mit seinem Stab am Rande des DFB-Pokalfinals in Berlin die Feinplanung vorantreiben will. Zu den 20 fest nominierten Spielern, darunter 13 Weltmeister, berief der Bundestrainer den Dortmunder Marco Reus und den Schalker Julian Draxler zunächst auf Abruf.
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