Besondere Gefühle für Mönchengladbach in Zürich und Wolfsburg gegen Lille
In der Europa-League unter Druck

Gladbachs Trainer Lucien Favre freut sich in der Europa-League auf eine emotionale Rückkehr, sein Wolfsburger Kollege Dieter Hecking fürchtet einen Rückkehrer. So unterschiedlich die Gefühle sind - gemeinsam spüren die beiden Bundesligisten, dass sie nach dem misslungenen Start schon am zweiten Spieltag des kleinen Europapokals unter Druck stehen.

Nach dem Höhenflug in der Meisterschaft will Borussia Mönchengladbach auch in der Europa-League den nächsten Schritt machen und nach dem Auftakt-Remis daheim gegen Villareal in der Schweiz siegen. Dabei trifft der Bundesligazweite am Donnerstag (21.05 Uhr/Sky und Kabel eins) beim FC Zürich auf Favres früheren Verein. Mit dem FCZ gewann Favre zweimal den Titel und einmal den Pokal. "Ich hatte hier fantastische Jahre. Es war eine aufregende Zeit, die ich in Zürich erleben durfte", sagte der Coach, der erstmals seit 2008 wieder ins Stadion Letzigrund zurückkehrt.

Ein Wiedersehen der anderen Art erwartet Wolfsburgs Coach Hecking. Mit dem OSC Lille kehrt am Donnerstag (19 Uhr/Sky) Simon Kjaer nach Wolfsburg zurück. Der 25 Jahre alte Däne wurde vor knapp einem Jahr beim Fußball-Bundesligisten aussortiert - und dürfte nun besonders motiviert sein.

"Ich glaube, Simon ist auch ein Grund, warum Lille so wenig Gegentreffer hat", sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs. Gegen die defensivstarken Nordfranzosen ist der Druck bereits groß, weil die Wolfsburger nach dem verpatzten Auftakt in Everton in der Gruppe H Letzter sind.

"In den Heimspielen muss man die Grundlagen schaffen, am besten alle drei gewinnen", sagte Allofs und räumte unumwunden ein: "Wir sind schon sehr unter Druck. Es ist nicht möglich zu sagen: 'Irgendwann holt man schon die Punkte'." Unter besonderer Beobachtung bei dieser vorentscheidenden Partie steht Kjaer. Der dänische Nationalspieler kam zum VfL, als in Wolfsburg häufiger unverhältnismäßig hohe Transfersummen gezahlt wurden, und stand oft in der Kritik. Wegen der Kaderreduzierung wurde er vor einem Jahr nach Lille verkauft.
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