Besser geht es kaum

Lediglich 63 Minuten Anspannung und Kampf: Dann hatte Andrea Petkovic bei den French Open die nächste Runde erreicht. Bild: dpa

Die deutschen Tennis-Damen sorgen in Paris weiter für positive Schlagzeilen. Am Dienstag schafften Andrea Petkovic und Julia Görges den Sprung in Runde zwei. Auch Anna-Lena Friedsam steht erstmals bei einem Grand Slam in der zweiten Runde.

Andrea Petkovic und Julia Görges haben den Traumstart der deutschen Tennis-Damen in die French Open perfekt gemacht. Die beiden Fed-Cup-Spielerinnen folgten am Dienstag in Paris Angelique Kerber und Co. in die zweite Runde, in der noch sieben Spielerinnen des Deutschen Tennis Bundes vertreten sind.

Petkovic besiegte beim mit 28,03 Millionen Euro dotierten Event im Bois de Boulogne die Amerikanerin Shelby Rogers leicht und locker mit 6:2, 6:1. Görges rang Rogers' Landsfrau Coco Vandeweghe mit 6:2, 5:7, 6:1 nieder. "Ich finde, man kann sich über das deutsche Damen-Tennis nicht beschweren", kommentierte Görges die starke Zwischenbilanz, zu der auch Anna-Lena Friedsam beitrug. Die 21-Jährige gewann gegen Alexa Glatch aus den USA mit 6:2, 4:6, 6:4 und steht erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier in der zweiten Runde. Dort wartet nun die amerikanische Weltranglisten-Erste Serena Williams.

Petkovic lachte gelöst, als sie gegen die 22 Jahre alte Amerikanerin nach gerade einmal 63 Minuten ihren ersten Matchball verwandelt hatte. Der deutschen Nummer eins war die Erleichterung über den gelungenen Start ins zweite Grand-Slam-Turnier der Saison deutlich anzumerken. Schließlich war bis zum Wochenende noch unsicher, ob die Vorjahres-Halbfinalistin überhaupt würde antreten können.

Doch von der Oberschenkelzerrung, die sie zuletzt in Nürnberg in der ersten Runde zur Aufgabe gezwungen hatte, war in der Stierkampf-Arena im Stade Roland Garros nichts mehr zu sehen. "Ich war sehr nervös, weil ich nicht wusste, wie mein Bein reagiert", sagte Petkovic. "Am Anfang habe ich mich bewegt wie auf Eiern."

Görges hatte sich zuvor auf dem Weg in die zweite Runde auch von einer ständig laufenden Nase nicht aufhalten lassen. "Irgendetwas ist hier in den Bäumen, aber das bin ich schon gewohnt", sagte die häufig von Allergien geplagte Fed-Cup-Spielerin nach ihrem Weiterkommen. Görges bekommt es nun mit der ehemaligen Weltranglisten-Ersten Caroline Wozniacki zu tun.

Ausgeschieden ist dagegen Dinah Pfizenmaier. Die Qualifikantin aus Kamen verlor gegen die an Nummer 32 gesetzte Kasachin Zarina Diyas klar mit 4:6, 1:6. Bei den Herren schied Michael Berrer als vierter von sechs gestarteten Deutschen aus. Der Qualifikant aus Stuttgart verlor gegen den Franzosen Jeremy Chardy mit 6:4, 3:6, 4:6, 4:6.
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