Biathleten mit guten Mannschaftsergebnissen, aber ohne Top-Platzierungen
Auf dem richtigen Weg

Vor dem letzten Schießen lag Vanessa Hinz noch auf Rang zwei. Doch dann patzte sie. Bild: dpa
Die deutschen Biathleten können sich mit einem guten Gefühl auf die stressige Jagd nach den letzten Weihnachtsgeschenken machen. Beim letzten Weltcup des Jahres in Pokljuka unterstrich vor allem das junge Damen-Team seine mannschaftliche Geschlossenheit. Im abschließenden Massenstart am Sonntag zeigten Franziska Hildebrand als Siebte direkt gefolgt von Franziska Preuß und Laura Dahlmeier sowie Vanessa Hinz als Elfter, dass das erste Einzelpodest des WM-Winters in greifbarer Nähe ist. Das dritte Podium des WM-Winters verpassten die Männer. Andreas Birnbacher war im Kampf Mann gegen Mann als Zehnter Bester im Team von Bundestrainer Mark Kirchner.

Im Sprint und der Verfolgung hatte Laura Dahlmeier nach mehrmonatiger Verletzungspause mit den Rängen neun und fünf ein tolles Comeback gefeiert. "Ich glaube, dass war ein gelungenes Wochenende", meinte die 21-Jährige, die sich im Sommer bei einem Bergunfall eine Fußverletzung zugezogen hatte und drei Monate nicht trainieren konnte. Sie knackte sofort die WM-Norm. Im ersten Massenstartrennen ihrer Karriere hatte Vanessa Hinz gar einen Podestplatz vor Augen. Auf Platz zwei liegend musste sie nach dem letzten Schießen aber zwei Strafrunden drehen. "Ich war ziemlich nervös, ich war noch nie so weit vorne. Aber ich bin sehr zufrieden", resümierte die 22-Jährige. Das Erfolgsrezept im Team ist einfach: "Wir haben eine super Stimmung. Wir motivieren uns gegenseitig, das ist momentan der Schlüssel zum Erfolg."

Die Männer konnten ihr Ziel, bei jedem Rennen einen in Podestnähe zu bringen, diesmal nur bedingt erfüllen. Im Sprint wurde Simon Schempp Sechster, in der Verfolgung war Johannes Kühn als 13. am besten. "Es gilt, konzentriert weiterzuarbeiten. Es ist wahnsinnig eng in dem Feld. Die Form passt und ich versuche, so weiterzumachen", resümierte Birnbacher. Lediglich sein Kollege Arnd Peiffer ist noch nicht im Soll. Der als Spätstarter bekannte Harzer verpasste als 64. im Sprint die Verfolgung.

Nach den ersten drei Weltcup-Stationen sehnen die Skijäger die kurze Weihnachtspause bei ihren Familien herbei. Die Pause ist aber nur kurz. Denn am 27. Dezember steht für die Titelverteidiger Laura Dahlmeier und Florian Graf sowie für Franziska Hildebrand und Erik Lesser der letzte Wettkampf des Jahres an: Biathlon auf Schalke. Am 7. Januar geht es mit dem ersten Heimweltcup in Oberhof weiter, ehe dann Ruhpolding folgt.
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