Biathlon
Die nächsten Podestplätze?

Laura Dahlmeier beim Training am Holmenkollen. Am Wochenende will sie bei der Biathlon-WM für Edelmetall in den Einzelwettbewerben sorgen. Bild: dpa

Oslo. Deutschlands Goldkandidaten Laura Dahlmeier und Simon Schempp sind bereit für den ersten großen Coup, für Miriam Gössners ist die Biathlon-WM schon vorbei. "Ich fühle mich gut und hoffe, dass ich ein Wörtchen um die Medaillen mitreden kann", sagte die viermalige Saisonsiegerin Dahlmeier am Freitag mit Blick auf den WM-Sprint (Samstag 14.30 Uhr/ARD und Eurosport) .

Ihre Magenverstimmung, wegen der sie erst verspätet nach Oslo gereist ist, spielt vor dem Super-Wochenende mit der anschließenden Verfolgung am Sonntag keine Rolle mehr: "Ich weiß zwar nicht ganz genau, wo ich stehe. Aber mir liegt die Strecke und ich will Vollgas geben". Auch Schempp will nach Silber mit der Mixed-Staffel endlich seine erste WM-Einzelmedaille: "Ich bin bereit. Die Zeit ist definitiv reif."

Gössner nur Ersatz


Während sich das Duo am Freitag mit den anderen Sprint-Startern Franziska Hildebrand, Franziska Preuß, Vanessa Hinz, Arnd Peiffer, Benedikt Doll und Verfolgungs-Weltmeister Erik Lesser bei leichtem Schneefall im Training vorbereite, machte Bundestrainer Gerald Hönig das WM-Aus für Gössner öffentlich. Sie wird nach derzeitigem Stand kein einziges WM-Rennen laufen. "Es war schon mein großer Traum, dass ich hier laufen darf. Aber ich weiß es ja schon ein paar Tage länger, und habe mich darauf einstellen können", sagte die Freundin von Ski-Star Felix Neureuther. Hönig begründete die nicht ganz unumstrittene Entscheidung pro Hinz und kontra Gössner mit den "Vorleistungen und Trainingseindrücken".

Einen guten Eindruck am Holmenkollen hinterließ Dahlmeier, die sich am Freitag locker und gelöst gab. Neben einer WM-Einzelmedaille und der Titelverteidigung in der Staffel würde sie vor allem eines freuen: Ein Besuch in der Loge von Norwegens König Harald als Siegerin. "Das wäre natürlich die absolute Krönung der WM", meinte die begeisterte Bergsteigerin.

Schempp geht indes mit Auftakt-Silber im Gepäck in den erneuten Showdown mit Frankreichs Superstar Martin Fourcade. "Wenn er wie im Mixed einen Fehler schießt, dann ist er schlagbar", meinte der Schwabe. In der gemischten Staffel musste sich der Uhinger erst kurz vor dem Ziel seinem Kontrahenten aus Frankreich geschlagen gab.
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