Bittere Pille für 1860

Enttäuschte Mienen beim TSV 1860: Gary Kagelmacher, Marius Wolf und Guillermo Vallori (von links) sind nach dem 2:3 gegen den SV Sandhausen untröstlich. Bild: dpa

Der TSV 1860 München steckt in der 2. Fußball-Bundesliga weiter tief im Abstiegssumpf, dagegen schöpft der FC St. Pauli wieder Hoffnung. Und ganz vorne? Da ist der FC Ingolstadt auf dem Weg zur Bundesliga nicht zu stoppen. Auch weil die Verfolger aus Kaiserslautern und Darmstadt schwächeln.

Neuer Schub für Ingolstadt - und die Verfolger lassen auch noch Punkte. Der 1. FC Kaiserslautern durch ein 0:0 bei Union Berlin und Darmstadt 98 durch ein 1:1 (0:0) beim FSV Frankfurt haben am Sonntag im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga den bayerischen Spitzenreiter wieder weiter davonziehen lassen müssen. Die Ingolstädter selbst nahmen durch das 3:0 (0:0) gegen Erzgebirge Aue mehr denn je Kurs auf die deutsche Eliteliga. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung, am Montag kann der Karlsruher SC mit einem Sieg gegen RB Leipzig auf Rang zwei vorrücken.

Aalen Schlusslicht

Im Existenzkampf der 2. Liga verließ der FC St. Pauli durch das 2:0 (1:0) bei Eintracht Braunschweig erstmals nach der Winterpause das Tabellenende. Neues Schlusslicht ist der VfR Aalen nach dem 1:1 (0:1) gegen die SpVgg Greuther Fürth. Auch beim TSV 1860 München verschärft sich nach dem 2:3 (1:1) gegen den in diesem Jahr ungeschlagenen SV Sandhausen der Abstiegskampf.

Die "Löwen" schenkten sich die erste Niederlage unter Trainer Torsten Fröhling mit krassen Defensivschwächen selbst ein. Die Sandhäuser Andrew Wooten (7.), Manuel Stiefler (47.) und Nicky Adler (52.) nahmen die Nachlässigkeiten gerne an. Für die Sechziger waren die Tore von Gary Kagelmacher (33./90.+1) zu wenig. "Wir geben uns nicht auf", sagte Fröling nach dem Schlusspfiff. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir um Platz 15 kämpfen." Schon am Freitag gastieren die Sechziger beim Tabellennachbarn Greuther Fürth (14.), zu dem schon eine Lücke von sechs Zählern klafft. Dortmuss der TSV 1860 womöglich auf Stephan Hain (Zerrung) und Marius Wolf (Sprunggelenk) verzichten, die sich am Sonntag verletzten.

Groß war dagegen die Erleichterung beim FC St. Pauli. "Wir brauchten diese drei Punkte unbedingt, sie waren überlebensnotwendig", gestand Trainer Ewald Lienen. Sören Gonther (25.) und Lasse Sobiech (65.) sorgten für den ersten Pflichtspielsieg des Jahres.

Lautern ohne Tore

Lautern ließ hingegen zwei wichtige Punkte an der Spitze liegen. In einem an Höhepunkten armen Spiel konnten die Gäste vor 20 842 Zuschauern an der "Alten Försterei" ihre größeren Spielanteile nicht in Tore umwandeln. Jerome Gondorf (76.) verhinderte mit seinem Ausgleichstreffer die erste Darmstädter Niederlage seit fünf Monaten und 14 Liga-Spielen. Joker Zlatko Dedic (65.) hatte vor 12 542 Zuschauern im ausverkauften Frankfurter Volksbank Stadion die Darmstädter Defensive geknackt.
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