Bloß kein weiterer Dämpfer

Die Formkurve spricht für Gladbach, die Heimstärke aber lässt die zuletzt zweimal geschlagenen Augsburger hoffen. Im Kampf um die Europapokalplätze sind allerdings vier Profis bei den Schwaben fraglich. Emotional wird das Spiel wohl für Rückkehrer Hahn.

Zum Ende einer bemerkenswerten Hinrunde kämpft der FC Augsburg noch einmal mit aller Kraft um einen Platz in den internationalen Rängen. Nach zuletzt zwei Niederlagen wollen sich Trainer Markus Weinzierl und sein Team im Topspiel der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (15.30 Uhr) vor ausverkauftem Haus mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden. "Wenn man bei 24 Punkten bleibt, dann war es eine sehr gute Vorrunde. Sollten es 27 werden, war es eine sehr, sehr gute Vorrunde", erklärte der FCA-Coach.

Im vierten Bundesligajahr präsentieren sich die Augsburger so stabil wie nie zuvor. Nach 15 Punkten in der ersten Hälfte der Saison 2011/12, nur neun Zählern im Jahr darauf und 24 Punkten im Vorjahr könnte es nun die beste Weihnachtsplatzierung der Schwaben werden. "Drei Spiele in sieben Tagen kosten Kraft, aber ich bin sicher, dass die Mannschaft alles geben wird. Der Kopf ist frisch", sagte Kapitän Paul Verhaeg.

Weinzierl muss allerdings bis zum Anpfiff des Spiels gegen den Champions-League-Aspiranten einige knifflige Aufstellungsfragen lösen. Der Einsatz von vier Profis ist fraglich. Der Coach ließ offen, ob Tobias Werner (muskuläre Probleme), Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Grippefolgen), Jeong-Ho Hong (Prellung) und Nikola Djurdjic (muskuläre Probleme) auflaufen können. "Es wird ein ganz schweres Spiel. Gladbach ist hervorragend besetzt in der Offensive", sagte Weinzierl.

Die starke Angriffsabteilung um Max Kruse, Raffael oder André Hahn ist nur ein Grund für den Gladbacher Höhenflug und Rang drei. Mit nur 14 Gegentreffern weist die "Fohlen"-Elf die zweitbeste Defensive nach dem FC Bayern auf. "Jetzt wollen wir auch in Augsburg unbedingt gewinnen, um diese tolle Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen", verkündete Trainer Lucien Favre. Nur in der Meistersaison 1969/70 (12) sowie in der Spielzeit 2011/12 (11) ließ die Borussia zum Vergleichszeitpunkt weniger Gegentore zu.

Ein emotionales Spiel steht für den früheren Augsburger Leistungsträger Hahn an, der mit seinem neuen Arbeitgeber erstmals an die frühere Wirkungsstätte zurückkehrt. "Ich freue mich riesig auf dieses Spiel und darauf, wieder in diesem Stadion zu stehen", sagte der einmalige Fußball-Nationalspieler. "Ich hoffe nicht, dass es viele Pfiffe gibt."

Auch Weinzierl blickt der Begegnung mit dem dynamischen Flügelspieler, der in 48 Ligaspielen an 25 Toren (12 Treffer/13 Assists) des FCA beteiligt war, gerne entgegen. "Wir freuen uns natürlich auf das Wiedersehen mit André Hahn. Aber ich hoffe, dass er nicht seine beste Leistung abrufen kann", erklärte der Augsburger Trainer.

Die bisherige Bilanz spricht für den FCA. Zweimal gingen die Schwaben in sechs Liga-Partien als Sieger vom Platz, nur einmal die Borussen. Drei Spiele endeten Remis. Die aktuelle Form ist aber bei Mönchengladbach besser, das sieben Punkte aus den vergangenen drei Partien holte. Zum Vergleich: Dem FCA glückten drei Zähler in dieser Zeit, zuletzt gab es zwei Niederlagen.
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