Boll: Raus mit Applaus

Die deutsch-chinesische Freundschaft kennt auch für Timo Boll Grenzen. Der in China stets willkommene und lautstark unterstützte Tischtennis-Star durfte bei der WM in Suzhou nicht mit auf das Podest - weil der Rekord-Europameister und sein Düsseldorfer Clubkollege Patrick Franziska als beste Europäer im Viertelfinale scheiterten. Trotz ihrer starken Leistungen blieb das deutsche Aufgebot medaillenlos und verfehlte das WM-Ziel. Bolls Doppel-Partner Ma Long krönte die Dominanz der Gastgeber am Sonntag mit einem 4:2-Finalsieg über Fang Bo. Am Vortag hatte in Ding Ning ein anderer Publikumsliebling Gold im Damen-Einzel trotz einer Knöchelverletzung gewonnen. China holte zum neunten Mal alle fünf Titel und war in vier Finals unter sich.

Der 34-jährige Boll knüpfte mit seinem Glanzauftritt beim 2:4 gegen den Weltranglisten-Vierten Fan Zhendong an frühere Zeiten an. "Es war ein großartiges Spiel, das riesigen Spaß gemacht hat. Ich habe sogar die chinesischen Zuschauer auf meine Seite gezogen. Das macht mich stolz."
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