Bolt kontra Gatlin: 100-Meter-Duell im Fokus
Sonntagsfrage im "Vogelnest"

"Fast" steht auf dem T-Shirt von Justin Gatlin. Ist er schnell genug für Usain Bolt? Bild: dpa
Neuntes WM-Gold für Usain Bolt oder Triumphlauf von Buhmann Justin Gatlin? Der Sonntags-Krimi im Pekinger "Vogelnest" verspricht Spannung pur - und beantwortet schon am zweiten Wettkampftag die wichtigste Frage der Leichtathletik- Weltmeisterschaften: Wer ist der schnellste Mann der Welt?

Jamaikas Superstar Bolt scheint nach einer frustrierenden Saison auf den Punkt genau fit zu sein, doch der US-Amerikaner Gatlin ist mit 33 Jahren in der Form seines Lebens. Keiner lief die 100 Meter in diesem Jahr schneller als der ehemalige Dopingsünder - 9,74 Sekunden. Holt er nach zehn Jahren mit Höhen und Tiefen tatsächlich noch mal Gold? "Gatlin hat eine echte Chance", sagte sein Landsmann Maurice Greene vor dem Showdown der Sprintgiganten am Sonntag um 21.15 Uhr (15.15 Uhr MESZ). "Er glaubt, dass Bolt ihn nicht besiegen kann. Es wird ein fantastisches Rennen", meinte der fünfmalige Weltmeister vor dem Thriller.

Gatlin hielt sich aber mit Kampfansagen vornehm zurück. Anders als Showman Bolt vermied er vor dem Finale öffentliche Auftritte. "Ich will keinen Popularitäts-Wettbewerb gewinnen", versicherte Gatlin, der schon zweimal des Dopings überführt und auch gesperrt wurde. Titelverteidiger Bolt demonstrierte vor seinem ersten Auftritt im Nationalstadion, wo er 2008 dreimal Olympia-Gold abräumte, Selbstvertrauen und Gelassenheit: "Über 100 Meter kommt es nur darauf an, sein Rennen durchziehen."
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