Borussia Mönchengladbach und VfL Wolfsburg wollen ihre Erfolgsserien in der Europa-League ...
Bayern-Jäger peilen K.-o.-Runde an

Die Bayern-Jäger aus Mönchengladbach und Wolfsburg wollen ihre imposanten Erfolgsserien auch auf Europas Fußball-Bühne fortsetzen. Der Bundesliga-Zweite aus der VW-Stadt peilt am Donnerstag gegen FK Krasnodar den siebten Pflichtspielsieg nacheinander an und würde damit das Tor zur K.-o.-Runde in der Europa-League weit aufstoßen. Gleiches strebt Borussia Mönchengladbach bei Apollon Limassol an. Dann hätte Trainer Lucien Favre eine stolze Rekordmarke mit seinem seit bisher 17 Pflichtspielen unbesiegten Team aufgestellt und den Uraltrekord von vor 44 Jahren übertroffen. "Wir wollen diese Serie ausbauen", betonte der Schweizer vor dem 141. Europapokalspiel der Mönchengladbacher.

Kein Erholungstrip

Der kurze Ausflug auf die Sonneninsel Zypern soll daher alles andere als ein Erholungstrip werden. Und trotz sommerlicher Temperaturen um die 23 Grad stellt Favre klare Anforderungen an seine Mannschaft: "Wir wollen durch diese Gruppe, da gibt es überhaupt keine Diskussion. Deshalb müssen wir unbedingt gewinnen", sagte er.

Zwei Wochen nach dem 5:0-Hinspielerfolg im Borussia-Park ware für die Borussia (5 Punkte) bei einem weiteren Dreier gegen Limassol (3) die nächste Runde zum Greifen nah. Im GSP Stadion in Nikosia erreichten die Gladbacher vor zwei Jahren in der Europa-League bei Apollons Ligakonkurrenten Apoel Limassol allerdings nur ein 0:0.

Nach dem begeisternden 3:1-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim am Sonntag wird Borussias Trainer sein Team erneut umstellen. So trat Max Kruse die Reise erst gar nicht an. Der Nationalstürmer klagte nach dem Hoffenheim-Spiel über muskuläre Probleme im Oberschenkel. Granit Xhaka hat nach seiner Sprunggelenksverletzung gerade erst wieder das individuelle Training aufgenommen. Favre benötigt schon am Sonntag beim Liga-Hit in Dortmund wieder eine schlagkräftige Truppe. Durchaus denkbar, dass der beim Hinspielsieg groß aufspielende Ibrahima Traore oder auch Thorgan Hazard wieder eine Chance auf die Startelf haben.

Konzentriert zur Vorentscheidung lautet das Motto beim VfL. Wie in der Liga ist der hochkarätig besetzte Kader auch international längst in Schwung gekommen. Nach dem fürchterlichen Auftakt-1:4 beim FC Everton folgte ein 1:1 gegen OSC Lille und schließlich das furiose 4:2 im russischen Krasnodar. Gelingt nun der nächste Dreier, wäre dies ein großer Schritt zum Weiterkommen. Doch Manager Klaus Allofs lässt sich nicht einlullen: "Leicht wird es gegen Krasnodar nicht."

Schon im Hinspiel am 23. Oktober machte die starke Offensive um den derzeit überragenden Kevin De Bruyne Unzulänglichkeiten in der Abwehr wett. "Wir werden in der derzeitigen guten Stimmung nicht den Fehler begehen, irgendwelche großartige Ziele zu formulieren", versprach VW-Kommunikationschef Stephan Grühsem in der "Sportbild" (Mittwoch).

Ohne großen Druck

Unter Allofs und Trainer Dieter Hecking ist vielleicht genau diese Zurückhaltung und die Politik der kleinen Schritte das Geheimnis für den derzeitigen Erfolg. "Es sieht bei uns seit einigen Monaten gut aus. Wir haben gezeigt, dass wir eine richtig gute Mannschaft haben", sagte Hecking zum Höhenflug. Vom ganz großen öffentlichen Druck befreit, spielt es sich für die Wolfsburger einfacher.

Ob De Bruyne, Ivan Perisic, Naldo, Robin Knoche oder zuletzt Ricardo Rodriguez und Daniel Caligiuri - viele "Wölfe" sind oder waren seit Wochen in Top-Form. Nun plagen Hecking aber Personalsorgen. Caligiuri musste bei der 4:0-Gala in Stuttgart früh vom Feld, in Rodriguez und Marcel Schäfer sind gleich beide Linksverteidiger verletzt.
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