Borussia trotzt Juventus Turin ein 0:0 ab - Keine Torchance der Gäste
Achtungserfolg für Gladbach

Ganz konzentriert ging Gladbach in Turin zu Werke. Hier lässt Ibrahima Traoré (rechts) Juve-Spieler Paul Pogba nicht aus den Augen. Bild: dpa
Mit dem ersten Punktgewinn in der Champions-League hat sich Borussia Mönchengladbach die Chance auf ein Überwintern im europäischen Wettbewerb erhalten. Der Bundesliga-Zehnte erreichte am Mittwochabend ein respektables 0:0 beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin. Vor 40 940 Zuschauern im Juventus-Stadium sicherten sich die Gladbacher damit die erste Punktprämie von 500 000 Euro und können zumindest weiter den dritten Platz in der äußerst schweren Gruppe D erreichen. Die Turiner mit ihrem deutschen Weltmeister Sami Khedira bleiben mit sieben Zählern Tabellenführer.

"Das ist ein gutes Gefühl, bei so einer Top-Mannschaft einen Punkt mitzunehmen", sagte der Gladbacher Stürmer Lars Stindl dem TV-Sender Sky. "Wir haben heute sensationell verteidigt." Auch Trainer André Schubert war "sehr zufrieden. Wir haben wenig klare Torchancen zugelassen."

In dem lauten, engen und voll besetzten Hexenkessel von Turin vertraute Schubert der selben Formation, die zuletzt am Samstag mit 5:1 bei Eintracht Frankfurt den vierten Bundesliga-Sieg in Serie gefeiert hatte. Doch seine Mannschaft merkte schnell, dass der italienische Meister trotz seines schwachen Saisonstarts in der Serie A ein anderes Kaliber ist als die meisten Gegner in der Heimat. Juventus begann forsch und druckvoll, war dazu noch sehr ballsicher. Die Borussia überstand diese schwierige Anfangsphase aber schadlos, ließ kaum Turiner Chancen zu und wurde nach 20 Minuten selbst etwas mutiger.

Brenzlig wurde es in der ersten Halbzeit nur in der 41. Minute. Verteidiger Alvaro Dominguez spielte seinem spanischen Landsmann Alvaro Morata den Ball völlig unbedrängt in den Fuß und konnte den Juventus-Stürmer anschließend nur noch durch ein Foul stoppen. Zum Ärger der Turiner Fans sah Dominguez dafür aber nur die Gelbe statt Rote Karte - und Paul Pogba schoss den fälligen Freistoß aus guter, zentraler Position bloß in die Mauer.

Nach der Pause erhöhte Juventus wieder den Druck. Das Gladbacher Problem war nun, dass die zuletzt so starken Offensivspieler wie Raffael oder Ibrahima Traoré bei Kontermöglichkeiten zu früh den Ball verloren. So kam der Bundesligist nur selten zu einer Entlastung. Turin machte aus seinen Vorteilen aber zu wenig.
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