Borussia verursacht drei Strafstöße beim 0:3 in Sevilla
Gladbacher Pleite im Elfmeter-Festival

Borussia Mönchengladbach rutscht immer tiefer in die Krise. Der sieglose Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga verlor auch sein Auftaktspiel in der Champions-League und kassierte damit die fünfte Pflichtspiel-Niederlage nacheinander. Beim ersten Auftritt in der europäischen Königsklasse seit 37 Jahren unterlagen die Gladbacher dem FC Sevilla mit 0:3. Die Spanier konnten es sich sogar leisten, einen ihrer drei Strafstöße zu verschießen.

Vor 42 000 Zuschauern trafen nach der Pause der Franzose Kévin Gameiro (47. Minute) und der Argentinier Éver Banega (66.) für den Europa-League-Sieger von 2014 und 2015 vom Punkt. Der eingewechselte Ukrainer Yevgen Konopljanka machte die am Ende verdiente Niederlage der Gäste perfekt (84.).

In dem intensiven Duell agierte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gegen die Andalusier in der Defensive nur anfangs besser als zuletzt in der Liga. Nach dem Wechsel war der Gastgeber eindeutig der Herr im Haus. Vor dem 0:1 hatte Gladbachs Schweizer Torhüter Yann Sommer bei einer riskanten Abwehr im Fünfer den Spanier Vitolo am Schienbein berührt - der tschechische Schiedsrichter Pavel Kralovec entschied trotz aller Proteste auf Strafstoß. Nur drei Minuten später stand Gameiro wieder am Punkt, knallte den Ball diesmal aber an die Latte. Roel Browers hatte zuvor Vitolo umgesenst - ein glasklarer Elfer. Vor dem 0:2 foulte Tony Jantschke Gameiro, für den nach 70 Minuten der frühere Dortmunder Ciro Immobile kam. Sommer musste gegen den Italiener später Kopf und Kragen riskieren (82.). Spätestens nach dem 2:0 kochte die andalusische Stimmung so richtig hoch, es herrschte im Stadion ein ohrenbetäubender Lärm.
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13792)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.