Bradley Wiggins Weltmeister im Einzelzeitfahren
Tony Martin entthront

Tony Martin auf dem Weg zu WM-Silber. Der große Favorit musste sich im Einzelzeitfahren dem Briten Bradley Wiggins geschlagen geben. Bild: dpa
Ein sichtlich schockierter Tony Martin hätte nach seiner verpatzten WM-Rekordfahrt nur zu gern die sofortige Heimreise angetreten. "Am liebsten würde ich jetzt vom Radsport wegrennen, um den Kopf frei zu bekommen. Jetzt kommen viele gut gemeinte Ratschläge, auf die ich eigentlich keine Lust habe", sagte Martin, nachdem er am Mittwoch bei der Straßenrad-WM in Ponferrada völlig überraschend von Ex-Tour-de-France-Sieger Sir Bradley Wiggins als Weltmeister im Einzelzeitfahren entthront worden war.

Mit der Silbermedaille um den Hals schüttelte Martin immer wieder den Kopf und suchte nach Erklärungen. "Ich habe es bereits die letzten Tage gefühlt. Ich bin keine Maschine. Ich habe mich müde gefühlt und muss analysieren, warum das so war", haderte Martin, der mit dem klaren Ziel angereist war, den vierten WM-Titel in Serie zu holen und mit Rekordchampion Fabian Cancellara gleichzuziehen. Doch daraus wurde nichts. Wie schon bei den Olympischen Spielen 2012 in London schnappte der Brite dem in dieser Saison so überragenden Martin den Sieg weg.

Wiggins bot den Zuschauern am Mittwoch eine große Show. Der Sky-Profi benötigte für die 47,1 Kilometer nur 56:25,52 Minuten und hatte damit im Ziel auf der Avenida de Asturias einen Vorsprung von 26 Sekunden auf Martin. Platz drei ging an den Niederländer Tom Dumoulin, der 41 Sekunden auf den Sieger verlor.
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