Branchenführer Mercedes sieht sich aber im Vorteil
Vettel will auch in Shanghai angreifen

Sebastian Vettel ist vor dem Formel-1-Grand-Prix von China bestens gelaunt. Seine Zielstrebigkeit sollen die Silberpfeile schon an diesem Wochenende in Shanghai wieder zu spüren bekommen. Vettel will den Branchenführer von Mercedes nach seinem Premierensieg für Ferrari unter Hochspannung halten. "Wir wollen uns idealerweise die gesamte Saison als das Team hinter Mercedes etablieren", sagte der Heppenheimer am Donnerstag vor dem dritten Rennen dieser Saison.

Nicht zuviel Euphorie

Vettel will sich von seinem Triumph in Malaysia vor zwei knapp Wochen aber nicht blenden lassen. "Am Anfang einer Saison kann es rauf- und runtergehen. Wir wollen sicherstellen, dass wir ziemlich viele Hochs und nicht so viele Tiefs haben", beteuerte er. "Es ist schön, dass Euphorie herrscht. Für die nächsten Rennen muss man aber auf die Euphoriebremse treten. Man darf nicht übermütig werden. Wir sind realistisch darüber, wo wir stehen."

Zwei Siege hat Vettels Teamchef Maurizio Arrivabene als Ziel für diese Saison ausgegeben. Der Heppenheimer hätte große Lust, dieses Soll schon am Sonntag zu erfüllen. Letztmals gelangen der Scuderia im Herbst 2010 in Italien und Singapur zwei Erfolge nacheinander - eingefahren von Vettels Vorgänger Fernando Alonso. "In Malaysia sind einige Umstände zusammengekommen", relativierte Vettel und sprach damit Faktoren wie Hitze und die clevere Reifenstrategie an.

Hamilton begrüßte ausdrücklich den gesteigerten Wettbewerb durch die Scuderia. Für den 30-Jährigen steht nach seinem zweiten Platz in Malaysia jedoch für den Großen Preis in der asiatischen Metropole fest: "Wir werden besser sein." Rosberg versicherte: "Ich bin mir sicher, wir werden das Rennen unter uns ausmachen."

Vettel als Hilfe

Rosberg verfolgt jedoch das wiedererstarkte Ferrari-Team um Vettel mit gemischten Gefühlen. "Vettel kann eine Hilfe sein", räumte er mit Blick darauf ein, dass Vettel seinem Mercedes-Teamkollegen wichtige Punkte abnehmen könne. In Malaysia sei Vettel als Sieger jedoch "mehr als eine Gefahr" gewesen. Die Perspektive könne sich daher schnell wandeln: "Sollte er weiter siegen, wird das zu einem Problem."
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.