"Brauchen Topleistung"

Raphael Schäfer ist zurück. Der neue Club-Trainer René Weiler hat den Torwart wieder in den Kader aufgenommen. Bild: dpa

Mit dem vierten Trainer in nur sieben Monaten will der FCN zurück in die Erfolgsspur finden. Zum Auftakt geht es für Coach Weiler und sein Team ausgerechnet gegen Spitzenreiter Ingolstadt.

Mit einem bayerischen Derby gegen Spitzenreiter FC Ingolstadt beginnt für Nürnbergs neuen Trainer René Weiler das Abenteuer 2. Fußball-Bundesliga. Von der ursprünglichen Zielsetzung ist der 1. FC Nürnberg bereits abgewichen, im September hatte der damalige Trainer Valérien Ismaël den direkten Wiederaufstieg offiziell abgehakt. Auch für Weiler geht es vor der Partie am Sonntag (13.30 Uhr) zunächst um eine Stabilisierung seines auch psychisch arg gebeutelten Teams. Ein erster Schritt dazu soll gegen die bisher noch ungeschlagenen Gäste von Trainer Ralph Hasenhüttl gelingen.

Schäfer zurück im Kader

Die ersten Register hat der Schweizer Übungsleiter bereits gezogen. Torwart Raphael Schäfer wird zurück in den Kader des neunmaligen deutschen Meisters kehren. Ismaël hatte den langjährigen Nürnberger Kapitän zuletzt nicht mehr berücksichtigt. "Raphael hat eine große, verdienstvolle Vergangenheit. Solange er sich vorbildlich verhält, sollten wir von dieser Erfahrung profitieren", sagte Weiler. Auf konkrete Entscheidungen wollte sich der 41-Jährige vor dem Duell mit den Oberbayern aber noch nicht festlegen. Ob der langjährige Stammkeeper Schäfer oder die derzeitige Nummer eins Patrick Rakovsky am Sonntag im Tor steht, ist genauso offen wie die Kapitänsfrage. "Ich wünsche mir, dass jeder ein bisschen Kapitän wird. Die Binde wird überbewertet", kommentierte Weiler, der früher selbst Spielführer war. Zu Saisonbeginn war Jan Polak als Kapitän bestimmt worden. Als dieser nicht mehr spielte, übernahm Jürgen Mössmer. Den selbstbewussten Tabellenführer aus Ingolstadt empfängt der Club mit jeder Menge Respekt. "Sie sind eine stabile Mannschaft mit sehr viel Selbstvertrauen. Wir werden eine absolute Topleistung brauchen", lobte der neue Nürnberger Übungsleiter.

Die Gäste aus Ingolstadt basteln derweil weiter an ihrer Serie. "Wir wollen auch in Nürnberg ungeschlagen bleiben. Die Tabellenführung ist wichtig für unser Selbstvertrauen", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl. Obwohl der neunmalige deutsche Meister aus Nürnberg zuletzt große Probleme hatte, erwartet Hasenhüttl keine einfache Partie. "Es wird viel Überraschendes geben. Der Gegner hat uns in diesem Punkt viel voraus", sagte der 46-Jährige. Man wisse nicht, "in welcher Formation sich die Nürnberger präsentieren werden".

Verzichten muss der FC Ingolstadt auf Verteidiger Benjamin Hübner, der in dieser Woche wegen Rückenproblemen nicht trainieren konnte. Beim 1. FC Nürnberg fehlt der rotgesperrte Ondrej Petrak sowie der verletzte Peniel Mlapa. Ein Einsatz von U-19-Europameister Niklas Stark ist nach einem grippalen Infekt fraglich.
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