Bremen hätte höher gewinnen können als nur 3:2 - Schwaben lassen sich durch Niederlage nicht ...
Werder bremst FC Augsburg aus

Torschütze Franco di Santo bejubelt den 3:2-Sieg gegen den FC Augsburg. Es war der fünfte Bremer Dreier in Folge. Bild: dpa
Der Blick auf die Tabelle konnte die Augsburger ein wenig trösten. Auch nach dem rasanten 2:3 (1:3) in Bremen rangiert der FCA immer noch vor dem erfolgreichsten Rückrunden-Team der Fußball-Bundesliga. Aber dem neuen "Wunder an der Weser" waren auch die Schwaben als Tabellenfünfter nicht gewachsen, auch wenn ihre insgesamt 50. Bundesliga-Niederlage im Resultat knapp ausfiel. "Bremen hat unheimlich wuchtig und aggressiv gespielt", sagte Augsburgs Manager Stefan Reuter: "Das ist nicht leicht zu verteidigen." Schon ein Remis für den FCA wäre darum "unverdient gewesen", gestand der Sportchef ehrlich ein.

Es war ein Rückschlag auf dem Weg nach Europa, das sich die Augsburger durchaus "zutrauen", wie Torwart Alexander Manninger am Samstagabend im ZDF-Sportstudio verriet. Aber das internationale Geschäft schwirrt nicht permanent durch die Köpfe der FCA-Profis. Und schon gar nicht lenkt die glänzende Perspektive sie vom Wesentlichen ab. "Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte", betonte Mittelfeldchef Daniel Baier auch in Bremen wieder. Ungläubig durften höchstens die Bremer auf die Tabelle schauen. Noch drei Punkte fehlen nach dem fünften Sieg nacheinander auf einen Europapokalplatz. "Wer hätte das nach der Hinrunde gedacht?", fragte Werder-Manager Thomas Eichin rhetorisch.

Den wundersam anmutenden Wandel der Bremer Mannschaft unter Trainer Viktor Skripnik bekamen auch die Augsburger zu spüren. "Wir haben es erleben müssen, wie stark Werder ist. Bremen hat einen unheimlichen Lauf", sagte FCA-Coach Markus Weinzierl. Augsburg hätte auch noch mehr Tore kassieren können als jene von Assani Lukimya (16.), Franco di Santo (23./Foulelfmeter) und Theo Gebre Selassie (45.). Augsburg kam bei weniger Chancen zu zwei Toren durch Ragnar Klavan (21.) und Tobias Werner (79.). "Nach dem Rückstand haben wir noch einmal alles rausgehauen, aber es hat am Ende einfach nicht gereicht", resümierte Kapitän Baier. In den letzten 20 Minuten lautete das Torschussverhältnis 9:3 für die Gäste.

Der FCA ist nach der ersten Rückrunden-Niederlage aus der Erfolgsspur geraten, aber keinesfalls in Unruhe. Das nächste Spiel gegen Bayer Leverkusen könnte ein Wegweiser werden, ob tatsächlich Europa drin sein könnte in dieser Saison.
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