Bremen will DFL Rechnungen präsentieren

Bremen will unbeirrt der Deutschen Fußball Liga (DFL) weiterhin Rechnungen für Polizeieinsätze bei Hochsicherheitsspielen präsentieren. Am Donnerstag wurden erste politische Weichen dafür gestellt: Die Bremische Bürgerschaft beschloss in erster Lesung den Entwurf eines entsprechenden Gebührengesetzes mit den Stimmen von SPD, Grünen und Bürger in Wut. CDU und Linke votierten dagegen. Der Vorstoß wird nun im Haushalts- und Finanzausschuss beraten, bevor er in zweiter Lesung endgültig verabschiedet wird.

Die Antwort aus Frankfurt auf den Beschluss ließ nicht lange auf sich warten. "Für den Fall, dass dann das Gesetz verabschiedet wird und danach Gebührenbescheide auf der Grundlage der geänderten Regelungen ergehen, wird der Ligaverband wie angekündigt Rechtsmittel dagegen einlegen", teilte die DFL mit.

Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kommentierte den Bremer Weg kritisch. "Durch den Fußball nimmt die öffentliche Hand über Steuern Millionenbeträge ein, zusätzlich investieren wir gemeinsam mit den Bundesländern hohe zweistellige Millionensummen in die kommunale Jugend- und Sozialarbeit sowie weitere, umfangreiche Präventionsmaßnahmen. Der Fußball kommt damit seiner Verantwortung nach und der Staat muss seinen klassischen Aufgaben nachkommen, dazu zählt die Sicherheit", sagte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock.

Das Land Bremen, das mit Haushaltsproblemen kämpft, will dieser Aufgabe auch durchaus weiter nachkommen - die DFL dabei aber teilweise zur Kasse bitten.
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