Büskens wieder Coach der SpVgg Greuther Fürth - Trainerwechsel auch in Düsseldorf
Vorgänger löst Nachfolger ab

Mike Büskens (Bild) kehrt als Trainer zur SpVgg Greuther Fürth zurück und löst seinen Nachfolger Frank Kramer ab. Büskens war bereits von 2009 bis 2013 beim Fußball-Zweit-ligisten tätig. Bild: dpa
Binnen drei Stunden haben am Montag in der 2. Fußball-Bundesliga zwei Trainer ihre Jobs verloren. Kurz nachdem die SpVgg Greuther Fürth Frank Kramer von seinem Posten entband, trennte sich mit Fortuna Düsseldorf ein weiterer früherer Bundesliga-Club von seinem Coach. Die Rheinländer stellten nur einen Tag nach der deprimierenden 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg Oliver Reck frei. Die Nachfolge soll bis auf weiteres der bisherige U23-Trainer Taskin Aksoy antreten. Am Vormittag hatte bereits Kramer seinen Platz in Fürth wegen Erfolglosigkeit räumen müssen. Nachfolger wird überraschend sein Vorgänger Mike Büskens.

Der wie nun auch Reck in Düsseldorf gescheiterte Büskens kennt die Spielvereinigung bestens: Er war bereits von 2009 bis 2013 deren Coach und feierte mit ihr im Jahr 2012 den Bundesliga-Aufstieg. "Wir hoffen, dass wir durch den Trainerwechsel eine positive Entwicklung in Sachen Leidenschaft und Emotionalität in der Mannschaft bewirken können", sagte Fürths Präsident Helmut Hack.

Die Franken hatten nur eines der vergangenen zehn Spiele gewonnen, der letzte Heimsieg datiert vom 3. Oktober 2014 beim 2:0 gegen Aue. Ernüchternd war auch die Torausbeute der Kramer-Elf: Nur ein Treffer glückte in sieben Spielen. Das 0:0 am vergangenen Freitag gegen den SV Sandhausen war eine Enttäuschung zu viel. Mit Tabellenplatz 13 liegen die Franken weit entfernt von ihren eigentlichen Ambitionen. Noch in der vergangenen Saison hatten sie den Wiederaufstieg erst in der Relegation gegen den Hamburger SV knapp verpasst.

"Emotional war ich nicht wirklich hier weg", betonte Büskens bei seiner Vorstellung. "In den drei Jahren und zwei Monaten, die ich in Fürth gearbeitet habe, ist eine emotionale Bindung aufgebaut worden. Einen Teil der Persönlichkeit lässt man dann hier." Noch am Montag trainierte der neue, alte Coach seine neue, alte Mannschaft.

An Büskens' ehemaliger Wirkungsstätte Düsseldorf verfehlte es Reck, mit der Fortuna am angestrebten Wiederaufstieg zu basteln. Im Laufe der Saison entfernte sich das Team vor allem wegen der Heimschwäche mit nur drei Siegen aus elf Spielen immer weiter von der Spitzengruppe. Reck hatte erst zu Beginn der Saison die Nachfolge von Lorenz-Günther Köstner offiziell angetreten, nachdem er zuvor zweimal als Interimscoach eingesprungen war.
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