Bundesliga
Bayern zerlegt die Bremer

Die Bayern legen schon wieder los. Gegen ganz schwache Bremer gewann der Titelverteidiger 6:0. Vor allem Torjäger Robert Lewandowski war bereits wieder richtig heiß. Thomas Müller glänzte als Vorbereiter.

München. Das war schon wieder meisterlich. Nach einem Turbo-Doppelpack in der Anfangsphase ist der FC Bayern München bei der Bundesliga-Premiere von Trainer Carlo Ancelotti zum höchsten Sieg in einem Eröffnungsspiel des amtierenden Champions gestürmt. Gegen einen völlig überforderten SV Werder Bremen gewann der Titelverteidiger am Freitagabend ohne Gegenwehr mit 6:0 (2:0). 75 000 Zuschauer in der Münchner Fußball-Arena bejubelten beim Start der 54. Bundesligasaison in den besonders rasanten ersten Minuten ein Traumtor des Spaniers Xabi Alonso (9. Minute) und das rasch folgende 2:0 des letztmaligen Torschützenkönigs Robert Lewandowski (13.).

Danach drosselte der Serienmeister kurz die Torproduktion. Doch nach der Pause legten die Münchner gleich wieder los. Gerade einmal 41 Sekunden waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da schraubte erneut Lewandowski das Ergebnis für die spielfreudigen Münchner auf 3:0. Dann durfte sich beim 4:0 selbst Abwehrspieler Philipp Lahm in die Torschützenliste eintragen (66.). Franck Ribéry (73.) und wieder Lewandowski per Foulelfmeter (77.) sorgten für den Endstand.

"Alles gut", sagte Ancelotti nach der Partie. "Wir sind gut gestartet und haben das Spiel gut kontrolliert und schönen Fußball gespielt." Nationalspieler Mats Hummels erlebte einen ruhigen Abend. "Wir haben das Spiel gut kontrolliert. Es war ein perfekter Start." Werder erlebte eine Woche nach dem Pokal-Aus beim Drittligisten Lotte die nächste Demütigung. An der Weser muss nach dem Fehlstart eine ganz schwere Saison befürchtet werden. Trainer Viktor Skripnik steht bereits mächtig unter Druck. Werder-Kapitän Clemens Fritz war völlig bedient. "Wir haben versagt", sagte Fritz. "Wir hatten heute Angst, hier Fußball zu spielen."

Nach der kurzen Saison-Eröffnungsfeier mit der von Tim Bendzko gesungenen Nationalhymne begannen die Bayern volle Lotte. Die Bremer versuchten den Angriffswirbel der Gastgeber mit einer extrem defensiven Ausrichtung zu stoppen. Doch das war bereits nach einer Viertelstunde Makulatur.

Zunächst brachte Xabi Alonso die Bayern mit einem herrlichen Volleyschuss in Führung, dann war Torschützenkönig Lewandowski nach einem feinen Vertikalpass von Ribéry aus spitzem Winkel erfolgreich. Die Kombination dokumentierte die neue Spielweise des Rekordmeisters unter Ancelotti. Die endlosen Ballpassagen bei Pep Guardiola sollen einer schnelleren Spielweise in die Spitze weichen. Nach Ballgewinn nahmen die Hausherren sofort den Weg in Richtung Werder-Strafraum.

Die Bremer wurden den ganzen Abend nie zu einem ebenbürtigen Gegner. In der zweiten Hälfte legten die Bayern noch vier Tore nach.

Wir haben versagt. Wir hatten heute Angst, hier Fußball zu spielen.Bremens Clemens Fritz
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