Bundesligist muss nach 2:3 um das Achtelfinale zittern
AS Rom stoppt Bayer Leverkusen

Nicht belohnt wurde Bayer Leverkusen für das Anrennen nach der Pause. Es reichte zwar zum 2:2-Ausgleich, doch Rom erzielte noch den Siegtreffer. Hier bleibt Roms Keeper Wojciech Szczesny Sieger gegen Chicharito (links) und den später mit Rot vom Platz gestellten Ömer Toprak. Bild: dpa
Nach dem Schlusspfiff standen die Leverkusener Profis fassungslos auf dem Platz, Kevin Kampl beschwerte sich beim Schiedsrichter über die spielentscheidende Szene. Die Werkself hat am Mittwochabend beim AS Rom ein erneut verrücktes Spiel mit 2:3 (0:2) verloren - trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit muss Bayer Leverkusen nun um das Achtelfinale der Champions-League bangen. Das Team von Trainer Roger Schmidt rutschte durch die Niederlage auf den dritten Platz der Gruppe E ab. In den abschließenden Spielen gegen BATE Borissow und den FC Barcelona muss der Siebte der Fußball-Bundesliga nun unbedingt punkten und auf einen Ausrutscher des italienischen Vizemeisters hoffen, um noch in die K.-o.-Runde der Königsklasse einzuziehen.

Kalt erwischt

Die Bayer-Elf, von rund 800 Fans sofort lautstark unterstützt, wurde kalt erwischt: Denn gleich mit dem ersten Angriff gingen die Gastgeber durch Salah in Führung (2. Minute), der frühere Wolfsburger Torjäger Edin Dzeko legte zum 2:0 nach (29.). Doch nach der Pause glichen die Gäste innerhalb von sieben Minuten durch Admir Mehmedi (45.) und den Mexikaner Javier "Chicharito" Hernández (51.) aus - der Spielverlauf war komplett auf den Kopf gestellt. Die Rote Karte für Kapitän Ömer Toprak nach einer Notbremse (79. und der anschließende Siegtreffer für die Roma durch den Foulelfmeter von Miralem Pjanic (80.) versetzten Leverkusen den K.o.-Schlag.

Im Vergleich zum Hinspiel stellte Trainer Schmidt sein Team auf zwei Positionen um: Mehmedi rückte für Karim Bellarabi in die Startelf, Stefan Kießling für Weltmeister Christoph Kramer. Doch die "Neuen" überzeugten nicht, lediglich "Chicharito" ließ sein Können sporadisch aufblitzen. Schmidt reagierte auf die Sturmflaute: Kießling musste zur Halbzeit für Bellarabi in der Kabine bleiben. Nach den Toren von Mehmedi und "Chicharito" war von der Roma lange nichts mehr zu sehen - doch mit Kampf und Glück rissen sie den Sieg noch aus dem Feuer.
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