Bundestrainerin Neid fehlt gegen Brasilien komplette Elf
Nicht zu beneiden

Beim Algarve Cup hatten die DFB-Frauen einen guten Tag erwischt, als sie Anfang März Brasilien im Gruppenspiel glatt mit 3:1 besiegten (Szene mit Sara Däbritz und Marta). Heute treffen beide Mannschaften in Fürth erneut aufeinander, um für die WM zu testen. Bild: dpa
Viele schöne Momente will Silvia Neid bis zu ihrem Rücktritt 2016 mit den deutschen Fußball-Frauen noch erleben. Jedoch bereitet der Bundestrainerin die Flut von verletzungsbedingten Absagen zum Start ihrer Abschiedstournee beim Prestigeduell gegen Brasilien an diesem Mittwoch (18.00 Uhr/ARD) in Fürth acht Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft einige Sorgen. "Es ist immer schade, wenn man angeschlagene Spielerinnen hat. Aber wir können es nicht ändern. Wir müssen das Beste daraus machen und improvisieren", sagte Neid am Dienstag zur angespannten Personalsituation.

Von einer erstklassigen Vorbereitung kann derzeit keine Rede sein, der vorletzte WM-Test droht angesichts des Ausfalls einer kompletten Elf zum Muster ohne Wert zu werden. Neid setzt daher auf den Faktor Zeit: "Ich hoffe, dass am 18. Mai alle fit anreisen werden." Dann trifft sich die DFB-Auswahl zum WM-Trainingslager in der Schweiz, wo gegen den Gastgeber am 27. Mai in Baden bei Zürich der letzte Test steigt. Drei Tage zuvor muss Neid ihr 23-köpfiges Team für die Endrunde vom 6. Juni bis 5. Juli in Kanada nominieren.

Zunächst liegt der Fokus aber auf dem Länderspiel gegen Brasilien, für das knapp 14 000 Tickets verkauft wurden. Beim ersten Auftritt in den neu designten WM-Trikots wollen die DFB-Frauen an ihre starke Leistung beim souveränen 3:1-Sieg vor vier Wochen beim Algarve-Cup anknüpfen. "Unser Ziel ist, zu gewinnen und dass wir uns weiterentwickeln", sagte Stürmerin Anja Mittag.

Die Schweden-Legionärin, die beim FC Rosengård mit Brasiliens Superstar Marta zusammenspielt, erwartet erneut einen harten Kampf. "Brasilien ist eine spielstarke Mannschaft, das wird sicherlich ein sehr ausgeglichenes Spiel."

Angesichts der vielen Ausfälle ist die Bundestrainerin um ihre Aufgabe aber nicht zu beneiden. Dennoch gibt sie gelassen. Die Spielerinnen sind ebenfalls zuversichtlich und erwarten keine Auswirkungen für die WM.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.