BVB am Tiefpunkt

Fassungslosigkeit bei Borussia Dortmund, die mit der 0:2-Niederlage in Frankfurt auf den letzten Platz der Bundesliga abgerutscht ist. Trainer Jürgen Klopp tröstet nach dem Abpfiff seinen Spieler Erik Durm, rechts Pierre-Emerick Aubameyang. Bild: dpa

Die Liga-Krise von Borussia Dortmund nimmt bedrohliche Züge an. In Frankfurt kassierte der BVB durch zwei katastrophale Abwehrfehler die nächste Schlappe und ist nun Schlusslicht.

Auf dem Bußgang in die Fankurve schlug den Krisen-Kickern von Borussia Dortmund erstmals blanke Wut entgegen. Mit dem 0:2 (0:1) bei Eintracht Frankfurt und dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga hat der Vizemeister nun wohl auch den Kredit bei seinen treuen Anhängern verspielt. "Wir machen es ihnen nicht leicht. Sie haben gepfiffen, das ist nachvollziehbar", bekannte Trainer Jürgen Klopp. Nach der achten Pleite im 13. Saisonspiel muss sich der BVB jetzt wohl tatsächlich für den Abstiegskampf wappnen. "Wir haben es ordentlich gemacht, aber nicht gut genug", befand Klopp, der von einem Rücktritt nichts wissen wollte.

Mit seinem achten Saisontor schoss Alexander Meier die Eintracht schon in der 5. Minute auf Siegkurs und übernahm die Führung in der Torschützenliste. Ein peinliches Missverständnis der Weltmeister Matthias Ginter und Roman Weidenfeller machte dann den Weg zum 2:0 für Haris Seferovic frei (78.). Das Team von Trainer Thomas Schaaf verbesserte sich mit nun 18 Punkten auf Rang neun.

Fortsetzung der Pannenserie

Vier Tage nach dem ernüchternden 0:2 beim FC Arsenal in der Champions-League setzte sich die Pannenserie der Dortmunder schon vier Minuten nach Anpfiff fort. Ein Befreiungsschlag von Marco Russ landete bei Meier, der allein vor Gäste-Keeper Weidenfeller eiskalt vollendete. Die Borussia wirkte kurz geschockt, antwortete dann mit wütenden Gegenangriffen. Vor dem Tor allerdings ließen die Westfalen wie so oft die Durchschlagskraft vermissen.

Klopp sah die Schludrigkeit seiner Schützlinge mit wachsender Besorgnis. Zu allem Überfluss meldete sich dann die nächste Stammkraft verletzt ab, Lukasz Piszcek musste mit Problemen am rechten Oberschenkel für Adrian Ramos Platz machen (38.). In dieser Phase hatten die Dortmunder Glück, dass die Hausherren ihre Führung nicht ausbauten.

Allmählich aber gewannen die Gäste wieder die Hoheit über das Geschehen. Mit hohem Aufwand und viel Tempo drängte der BVB die Eintracht in die eigene Hälfte. Zumeist jedoch fehlte dem Angriffsspiel aber die letzte Zuspitzung. Symptomatisch für die Dortmunder Krise dann die 78. Minute: Einen weiten Pass von Meier wollte Ginter locker zu Weidenfeller köpfen. Doch der herausgeeilte Keeper war überrascht, Seferovic schob dankend ins leere Tor.
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