BVB hofft auf Trendwende

Der Frust sitzt tief derzeit in Dortmund: Pierre-Emerick Aubameyang und seine Teamkollegen wollen sich mit einem Sieg in Anderlecht selbst wieder etwas aufbauen. Bild: dpa

Kapitale Abwehrfehler, wenig Punkte. In Dortmund drückt der missratene Bundesliga-Start auf die Stimmung. Dennoch zweifelt kein Borusse an der Qualität des Teams. Mit einem Sieg in Anderlecht soll die Trendwende eingeleitet werden.

Nur die Ruhe! Beim BVB ist der Glaube an die eigene Stärke ungebrochen. Nach einer deprimierenden Woche mit nur einem Punkt aus drei Spielen brennen alle Dortmunder auf Wiedergutmachung. "Wir wollen unsere gute Ausgangsposition in der Champions-League ausbauen", sagte Michael Zorc vor dem Duell am Mittwoch, 1. Oktober, beim RSC Anderlecht (20.45 Uhr/ZDF und Sky). Dem jüngsten Gerede von einer kritischen Situation kann der Sportdirektor wenig abgewinnen: "Terminologien wie Krisenstimmung sind uns fremd. Ich bin mir weiterhin sicher, dass wir unsere Ziele am Saisonende erreichen werden."

Vom Glanz der Gala gegen den FC Arsenal (2:0), als der BVB im ersten Spiel der Gruppe D vor zwei Wochen die Tabellenführung in der europäischen Königsklasse übernahm, ist wenig geblieben. Triste Auftritte gegen Mainz (0:2), Stuttgart (2:2) und Schalke (1:2) sorgten für Ernüchterung - und harsche Kritik. Kommentare in Internetforen, wonach der BVB im Gegensatz zur Champions-League in der Bundesliga zu wenig Einsatz zeigt, brachten Kapitän Mats Hummels auf die Palme: "Schwachsinn. So einen Humbug will ich nicht hören. Solche Bemerkungen sind nicht der Rede wert."

Der Unmut des Weltmeisters ist nachvollziehbar. Schließlich kam die Borussia auch in ihren sieglosen Liga-Spielen auf eine beachtliche Laufleistung, brachte sich aber vor allem durch kapitale Abwehrfehler um den Lohn. "Es fällt auf, dass wir es dem Gegner derzeit zu leicht machen, Tore zu schießen. Das ist die einfache Wahrheit", sagte Sportdirektor Zorc voller Hoffnung auf eine Trendwende schon in Brüssel.

Auf die Rückkehr von Leistungsträgern wie Marco Reus und Ilkay Gündogan kann der BVB noch nicht hoffen. Beide machen zwar Fortschritte, stehen aber erst nach der Länderspielpause im Oktober wieder zur Verfügung. Klagen über die anhaltende Personalmisere hält Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang ohnehin für unangebracht. "Wir können uns nicht mit Ausfällen entschuldigen, wir sind Borussia Dortmund."
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